Holzernte

HSM stellt Harvester mit 15-m-Kran vor

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Die Firma Hohenloher Spezialmaschinen (HSM) stellt auf der Interforst den Radharvester HSM 405H4 mit einer Kranreichweite von 15 m vor. Um bei dieser Auslage noch ein Harvesteraggregat wie das Wararatah H425 einsetzen zu können, besitzt die Maschine Verstellfelgen. Mit ihnen kann man das Fahrwerk auf 3,40 m verbreitern.

Der Harvester basiert auf dem Achtradmodell HSM 405H4, dessen Volvo-Penta-Motor eine Leistung von 250 kW erreicht. Der seit Jahren bewährte Hybrid-Antrieb mit Druckspeicher für das Aggregat sorgt dabei für ein schnelles Ansprechen der Hydraulik und einen ruhigen Motorenlauf.

Um die hohe Kranreichweite umsetzen zu können, führt HSM beim 405H4 einige Neuheiten ein. An erster Stelle ist der selbst entwickelte Kran H4-15 zu nennen. Er besitzt wie die übrigen Harvesterkrane von HSM ein Hydromotoren-Schwenkwerk und einen Tiltwinkel von 30° nach vorn und 24° nach hinten. Kommen andere Starkholzharvester auf Bruttohubmomente von 310 bis 325 kNm, erreicht der H4-15 380 kNm. Auch bei 15 m Auslage hebt er noch 1.600 kg, was für Aggregate wie das Waratah H425 mit 1.390 kg reichen sollte. Für die Reichweite sorgt ein Doppelteleskop mit 5.000 mm Hub.

Um die Stabilität bei voller Kranauslage zu gewährleisten, besitzt die Maschine desweiteren eine Felgenverstellung. Im Einsatz hat der Harvester eine Außenbreite von 3.400 mm, die eine hohe Standsicherheit verspricht. Für den Tieflader-Transport lässt sich die Breite auf 3.000 mm reduzieren. Der Fahrer hebt dafür mit dem Bogielift die vier Tandemachsen hinten und vorne an und verstellt dann mit Hilfe eines Akkuschraubers die Einpresstiefe der ersten vier Felgen. Anschließend hebt er die übrigen vier Räder an und wiederholt den Vorgang.

Ein dynamischer Stabilisator für die Zentralverwindung sorgt dafür,dass die Seitenstabilität auch bei Fahrt über Hindernisse erhalten bleibt. Es handelt sich um ein passives System, das ohne hydraulische Energie aus der Pumpe auskommt. Wenn sich Vorder- und Hinterrahmen dabei verschränken, hält das Aggregat seine Position über dem Boden automatisch bei.

Der vollständige Artikel ist in der Forst & Technik 7/2022 erschienen und in unserer digitalen Ausgabe.

Oliver Gabriel