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Mit dem langen Kran muss der Fahrer nicht mehr so viel Holz beiseilen

Ein Vierradskidder mit 10-m-Kran

HSM Hohenloher Spezial-Maschinenbau hat Anfang Juli einen Vierradskidder 805 HDZL an das Forstunternehmen Bender ausgeliefert. Nichts besonderes sollte man meinen, hätte die Maschine nicht einen Rückekran mit ganzen 10 m Reichweite.

HSM verarbeitet in der Heavy-Duty-Ausführung nicht nur stärkere Achsen als beim normalen 805, sondern auch den stärkeren Volvo-Penta-Motor mit 175 kW Leistung. Mit ihm erfüllt die Maschine seit einiger Zeit die Abgasgrenzwerte der Euro Stage 5. Er ist laufruhig und mit einem maximalen Drehmoment von 969 Nm bei 1 380 U/ min auch durchzugsstark.

Ausgestattet ist der Knickschlepper der Firma Bender mit einer 2×12-t-Seilwinde von Adler inklusive höhenverstellbarem Rollenbock und einem Frontpolterschild. Ein wichtiges Detail sind nicht zuletzt die 900 mm breiten Reifen von Tianli, die HSM erst wenige Male verbaut hat. Sie bieten mit ihrem relativ weichen Gummi eine sehr gute Traktion – sagt der Fahrer Manfred Neikes.

Der Rückekran

Interessanter wird es mit dem tief eingebauten, starken ZL-Kran mit Hydroschwenkwerk. Er trägt zu einem niedrigen Maschinenschwerpunkt bei und gewährleistet bei der Kranarbeit eine hohe Stabilität. HSM bietet ihn für die Modelle 904 und 805 schon länger an. Allerdings nicht mit 10 m Reichweite, wie bei der Bender-Maschine.

Die Drehbasis und das Schwenkwerk mit dem mitdrehenden Steuerblock entsprechen dem bekannten ZL-Kran. Das Doppelteleskop samt Zylindern stammt jetzt allerdings vom Epsilon-Kran X150 R96 und ist um ganze 70 cm länger als bei der Standardausführung. Die Hydraulikleistung und Standfestigkeit der Maschine, sowie die Hubkraft des Krans reichen aus, um diese Reichweite bei der Rückearbeit voll nutzen können. Dafür hat HSM die Hubkraft wegen der größeren Reichweite von 270 kNm auf 230 kNm abgesenkt.

Wie der Fahrer erläutert, ist ihm die Hubkraft beim Langholzrücken aber ohnehin nicht so wichtig. Für ihn zählt mehr die Schwenkkraft, die satte 90 kNm beträgt. „Ich war total baff, wie gut ich das Holz seitlich ablegen konnte“, schildert er seine ersten Eindrücke auf der Maschine.

Das Harvesteraggregat

Wie Felix zu Hohenlohe erläutert, bietet HSM den Kran in erster Linie an, weil immer mehr Kunden ihre Schlepper auch mit einem Harvesteraggregat einsetzen möchten.

 

Den vollständigen Text finden Sie in der Forst & Technik 10/2020.

Oliver Gabriel

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