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Horst-Karl Dengel in den Ruhestand verabschiedet

Horst-Karl Dengel in den Ruhestand verabschiedet

Der Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel – Zülpicher Börde übergibt die Geschäfte an seinen Nachfolger. 17 Jahre leitete Horst-Karl Dengel die Geschicke des südlichsten Forstamtes in Nordrhein-Westfalen. Am 17.1.2017 hat er die hoheitliche Verantwortung für knapp 50.000 ha Wald an seinen Nachfolger Christoph Böltz übergeben.
Rund 200 Gäste waren zur Verabschiedung in das Holzkompetenzzentrum in Nettersheim gekommen. Das Holzkompetenzzentrum ist eines der wichtigen Projekte, die Horst-Karl Dengel in seiner Amtszeit geprägt hat. Über den Tellerrand zu blicken, war dem gebürtigen Siebenbürger besonders wichtig. „Ich habe immer gesagt, Waldbewirtschaftung allein reicht nicht“, sagte der Fortsdirektor bei der Verabschiedung. Für ihn gehörte es ganz selbstverständlich dazu, sich auch um die Holznutzung und die Information über den Holzbau zu kümmern. Horst-Karl Dengel hat ein Herz für den Wald, für die Menschen und die Region. Die Betreuung der zahlreichen privaten und kommunalen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer war ihm ein ganz besonderes Anliegen. Für zwei Kommunen hatte er auch die forstliche Betriebsleitung übernommen. Das Holzkompetenzzentrum bleibt ein sichtbares Zeichen der von Horst-Karl Dengel gepflegten guten Zusammenarbeit mit den Kommunen. Viele Jahre hat er auch den Holzverkauf für das gesamte Regionalforstamt organisiert.
Horst-Karl Dengel betont, bei allem, was er für die Wälder der Region erreichte, hat er sich nie auf seine hoheitliche Zuständigkeit und die Kraft der Gesetze verlassen. „Wer vor Ort etwas für den Wald erreichen will, muss auf den ehrlichen und ständigen Dialog mit den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern und den zahlreichen Waldnutzern setzen“, verrät Dengel. Das sei eines seiner Erfolgsrezepte. Und bei aller Zurückhaltung schwingt doch etwas Stolz mit, wenn Horst-Karl Dengel im Rückblick das Resümee zieht, für alle Probleme Lösungen gefunden zu haben, mit denen alle Beteiligten leben konnten.
Auch nach vielen Berufsjahren geht dem studierten Forstwissenschaftler das Herz auf, wenn er durch die Wälder seines Regionalforstamtes wandert. „Wir pflegen den Wald und entnehmen nur das, was nachwächst“, sagt er. Die nachhaltige Waldbewirtschaftung, die das Wohl kommender Generationen im Blick hat, war immer das wichtigste Ziel seiner Arbeit. „Horst-Karl Dengel hinterlässt seinem Nachfolger Christoph Böltz einen sehr gut gepflegten Wald und ein gut funktionierendes Team im Regionalforstamt“, sagt Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, bei der Verabschiedung.
„Horst Dengel hat es in herausragendem Maße verstanden, das Forstamt aus der alten Struktur in den heutigen Landesbetrieb zu führen – stets die Dienstleistung für den Waldbesitz im Blick“, so Landesforstchef Hubert Kaiser aus dem Umweltministerium.
Horst-Karl Dengel hat seinem Nachfolger mit seiner kommunikativen, gradlinigen und immer freundlichen Art große Fußstapfen hinterlassen. „Irgendwann ist Schluss“, sagte er bei seiner Verabschiedung ohne Wehmut in seiner für ihn typischen, schnörkellosen Art. Seiner Liebe zum Wald wird er auch im Ruhestand treu bleiben. „Da kann man ja viel tun, auch wenn man nicht mehr Leiter eines Regionalforstamtes ist“, sagte Dengel.
Sein Nachfolger, der 52-jährige Christoph Böltz, arbeitet seit 2015 im Regionalforstamt Hocheifel Zülpicher Börde und kümmert sich dort unter anderem um die Holzvermarktung, die Betreuung und die Betriebsleitung von privatem und kommunalem Waldbesitz. Um diese Aufgaben wird er sich auch in Zukunft – neben der Leitung des Forstamtes – weiter kümmern.
Wald und Holz NRW

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