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Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vertritt über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe.

Holzwirtschaft zieht positive Bilanz zur Messe BAU 2019

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) zieht eine positive Bilanz der Beteiligung an der diesjährigen Baumesse 2019 in München. Mehrere Verbände der Holzwirtschaft schlossen sich zusammen, um auf einem Gemeinschaftsstand die Fachberatung Holz des Informationsdienstes Holz wieder auf der Messe BAU in München anzubieten und die Arbeit der Verbände vorzustellen. Der DHWR organisierte zudem einen fachlichen Messerundgang für Baustaatssekretär Gunther Adler.

Gleich mehrere Neuheiten und Innovationen konnte DHWR-Präsident Steffen Rathke dem Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bauen und Heimat, Gunther Adler, während des Messerundgangs am 15. Januar auf der Messe BAU 2019 in München präsentieren. Der Rundgang startete in der „Holzhalle“ auf dem Gemeinschaftsstand holzwirtschaftlicher Verbände, auf dem durch den Informationsdienst Holz die Fachberatung wieder auf der Messe vertreten war und wo die bei Planern beliebten Fachschriften starken Absatz fanden.

Peter Aicher, Präsident von Holzbau Deutschland, stellte die Online-Bauteildatenbank www.data-holz.eu vor, durch die Planern und Architekten das Bauen mit Holz erleichtert wird, da sie dort alle relevanten technischen und baurechtlichen Informationen für die hinterlegten Bauprodukte finden.

Aktuelle Themen der Holzwirtschaft

Auf dem Stand der Firma Gutex wurde eine neue Holzfaserdämmplatte präsentiert, die die strengen Anforderungen an den Brandschutz im mehrgeschossigen Holzhausbau erfüllt. Dies stellt einen wichtigen Durchbruch für den Holzbau in Gebäuden mit mehr als vier Geschossen dar.

Aber auch aktuelle kritische Themen kamen beim Rundgang zur Sprache: Auf dem Messestand der Swiss Krono Group diskutierte der Staatssekretär mit Vertretern des Unternehmens die Auswirkungen der Einführung einer ab dem 1.10.2019 geltenden Deklarationspflicht von VOC-Emissionen für die Holzwerkstoffe OSB und Spanplatten. Die deutsche Holzwirtschaft sieht in dieser neu eingeführten Regelung eine nicht wissenschaftlich begründbare Verschärfung der Anforderung an Bauprodukte aus Holz und fürchtet negative Auswirkungen für das Bauen mit Holz insgesamt. Swiss Krono leitete daraufhin kürzlich ein Klageverfahren gegen die Bundesländer Baden-Württemberg und Sachsen ein, welche die entsprechende Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen der Bauministerkonferenz als erste in Landesrecht umgesetzt hatten.

„Ich denke wir konnten Herrn Staatssekretär Adler in der Holzhalle einen guten Eindruck einerseits der Innovationskraft unserer Unternehmen zeigen, aber andererseits auch ansprechen, wo wir vor allem bei den Bestimmungen zu Holzemissionen Probleme sehen und die Politik gefordert ist“, so DHWR Präsident Steffen Rathke zufrieden.

Insgesamt sehr zufrieden zeigten sich auch die Verbände mit dem Erfolg des Messeauftritts und dem Interesse an der Fachberatung Holz. Es unterstützten neben dem DHWR folgende Verbände den Gemeinschaftsstand: Deutsche Säge- und Holzindustrie – Bundesverband e.V., Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V., Gütegemeinschaft Konstruktionsholz e.V., Holzbau Deutschland Institut, Informationsverein Holz e.V. mit dem Informationsdienst Holz, Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. und der Verband der Holzfaserdämmstoffe e.V.

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vertritt über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Mrd. € generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab. Diese reicht vom Waldholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.

DHWR

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