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Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) will, dass Corona-Förderungen jenen Unternehmen zugutekommen, die durch nachhaltige Wirtschaftsweisen einen langfristigen Beitrag für die Klimaziele leisten.

Holzwirtschaft lehnt einseitige Förderungen ab

Anlässlich der coronabedingten Konjunkturmaßnahmen diskutierten in der letzten Woche Vertreter der Deutschen Holzwirtschaft mit dem Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse (CDU). Es ging darum, wie wirtschaftspolitische Lösungen branchenneutral im Sinne des Klimaschutzes ausgestaltet werden können.

Keine einseitigen Bevorteilungen

Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), betonte: „Unsere Steuergelder sollten jenen Unternehmen zugutekommen, die durch nachhaltige Wirtschaftsweisen einen langfristigen Beitrag für die Klimaziele leisten.“ Das Wichtigste in der derzeitigen Situation sei es, progressive Konjunkturschritte einzuleiten. Rathke sprach sich gegen einseitige Bevorteilungen, wie beispielsweise die für die Automobilindustrie diskutierte Abwrackprämie, aus.

Gebäudesanierung vorantreiben

Konjunkturstimulierende Maßnahmen sollten, wo möglich, stattdessen zur Verringerung der CO2-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen. Beispielsweise sei der Gebäudebestand für ca. 35 % des Energieverbrauchs sowie rund 30 % der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. „Mit einer Steigerung der Modernisierungsrate auf mindestens 2 % und der Berücksichtigung der grauen Energie können Klimaschutzziele im Gebäudebereich vorangetrieben und zugleich die Konjunktur der Bauwirtschaft stabilisiert werden.“

In klimafreundliches Wirtschaften investieren

Die Krise habe zugleich die Notwendigkeit krisenfester Wertschöpfungsketten verdeutlicht. „Die Politik sollte ein Zukunftsprogramm initiieren, das belastbare Liefer- und Wertschöpfungsketten stärkt.“ Unabhängig von der Corona-Krise schreite der Klimawandel weiter voran. Die jetzt aufgelegten Konjunkturprogramme müssen dieser Tatsache Rechnung tragen. „Kluge Investitionsmaßnahmen und klimafreundliches Wirtschaften sind kein Widerspruch“, so Rathke abschließend.

DHWR/Red.

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