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Holzwirtschaft fordert biobasierte Wirtschaft

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) unterstützte beim Fachgespräch des Bundeslandwirtschaftsministeriums am 29. August die Forderungen der Waldbesitzer nach Hilfen für Wiederaufforstung der geschädigten Wälder. Die Holzwirtschaft fordert zudem die Politik auf, in den anstehenden Debatten des Klimakabinetts die politischen Weichen für eine konsequente Ausrichtung auf eine biobasierte Wirtschaft zu stellen.

Der Klimawandel ist für die Forst- und Holzwirtschaft die größte Herausforderung der kommenden Jahrzehnte. Aufgrund der aktuellen Krisensituation der deutschen Wälder lud die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Julia Klöckner, am 29. August Verbände aus Forst- und Holzwirtschaft sowie Naturschutz zu einem Fachgespräch ein.

Während die Waldbesitzer zunächst die Schäden der Stürme und Kalamitäten aufarbeiten, ist für die Holzindustrie aktuell die größte Herausforderung, die Produktion so auszurichten, dass die steigenden Mengen qualitativ minderwertigen Holzes wirtschaftlich auf den Märkten abzusetzen sind. Doch gerade aus klimapolitischer Sicht ist wichtig, dass das anfallende Schadholz möglichst in höherwertige Verwendungen fließt; zum Beispiel in den Baubereich, wo der Kohlenstoff am längsten gebunden bleibt.

Rolle des Clusters Forst und Holz ausbauen

DHWR-Präsident Steffen Rathke: „Die Branche muss gemeinsame Strategien für die Anpassung an den Klimawandel und die veränderten Bedingungen in Wald und Holz entwickeln. Wichtig ist, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, damit das Cluster Forst und Holz seine wichtige Rolle für den Klimaschutz und die regionale Wertschöpfung in den nächsten Jahren weiter ausbauen kann.“

Die Kernforderungen des Deutschen Holzwirtschaftsrates sind:

  1. Waldbesitzer unterstützen durch unbürokratische Hilfen bei der Wiederaufforstung von Schadflächen.
  2. Rechtliche Rahmenbedingungen für ein professionelles Krisenmanagementschaffen, um künftig schneller auf Schadensereignisse reagieren zu können und behördliche Abstimmungsprozesse zu vereinfachen.
  3. Zukunftsweisendes Klimaschutzgesetz verabschieden, welches die nachhaltige und aktive Waldbewirtschaftung und die konsequente Ausrichtung auf eine biobasierte Wirtschaft sowie CO2-Bepreisung von fossilen Rohstoffen verankert.

 

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vertritt über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Mrd. € generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab. Weitere Informationen unter: www.dhwr.de

Red./DHWR

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