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Das Holzspaltcenter der Firma Zolnhofer bei einem Einsatz auf dem Betriebsglände des landwirtschaftlichen Lohnunternehmes Schildmeier in Petershagen

Das Holzspaltcenter

Hackeraufbauten auf Lkw sind heute gang und gebe. Bei Sägespaltautomaten ist das nicht üblich. Der Schweizer Fahrzeugbauer von Atzigen hat für den Unternehmer Martin Zolnhofer dennoch eine Holzspaltanlage auf einem MAN-Lkw aufgebaut.

Das Holzspaltcenter

Das Holzspalt-CenterMartin Zolnhofer aus dem Altmühltal hat sich bei der Firma von Atzingen einen Sägespaltautomaten auf einen 8×4-MAN aufbauen lassen.Durchlass 60 cm, endlos drehbares Kappschwert, 50 t Spaltkraft – und dazu auch schnell auf der Straße, wendig vor Ort und leistungsstark bei der Arbeit.Ein Bericht über die Maschine erscheint in der März-Ausgabe der Forst & Technik.

Gepostet von forstpraxis.de am Montag, 24. Februar 2020

Der gelernte Forstwirt spaltet seit über zehn Jahren im Lohnauftrag Brennholz. Was nebenberuflich mit einem Dreipunktspalter begann, ist heute mit zwei Maschinen ein Vollzeitjob. Seit 2014 setzt er einen Spaltfix K540 der Firma Posch auf Fahrwerk ein. Aber weil sein Auftragsradius größer wurde, stieß er mit dieser Maschine an Grenzen. Zu langsam und ungelenk war das traktorgezogene Gespann. Dazu kam, dass immer mehr Kunden nach Meterlängen fragten. Darum suchte er schließlich nach einer neuen Lösung und stieß dabei auf die Firma von Atzigen in der Schweiz, die bis dahin zwei Holzspaltcenter gebaut hatte: Sägespaltanlagen für Hölzer bis 60 cm Durchmesser, aufgebaut auf Lkw.

Bis 80 km/h schnell

Das dritte Holzspaltcenter lieferte der Fahrzeugbauer 2017 an Zolnhofer aus. Mit ihm fährt der Unternehmer nun wie zuvor mit dem Traktor-Posch-Gespann in seiner Region die Kunden an. Auf der Autobahn ist er mit dem MAN 8 × 4 bis 80 km/h schnell unterwegs, und vor Ort ist er wegen der hinteren Lenkachse sehr wendig und muss praktisch nur noch die Stützen ausfahren. Dann legt er los:

Endlos drehbare Kappsäge

Er steigt die Treppe zur liftbaren Arbeitskabine hinauf, klappt die Stammauflage mit dem Seitenförderer aus, aktiviert den Marchesi-Kran  und legt den ersten  Stamm auf das Zufürband. Zuvor hat er im Bordcomputer die gewünschte Scheitholzlänge eingegeben. Die Anlage fördert das Holz dann automatisch durch die Kappanlage, wobei die Anpresswalze Länge und Durchmesser der Stammabschnitte misst. Bemerkenswert ist die 75 cm lange Kappsäge. Sie fährt nach dem Kappschnitt nicht wieder zurück in die Ausgangsposition, sondern vollendet endlos drehbar eine Kreisbewegung, um dann das nächste Scheitholz abzulängen.

Die Kappstücke legt die Auffangwippe je nach Länge einzeln oder zu zweit in den Spaltkanal ab, wo sie mit bis zu 50 t durch das Spaltgitter gepresst werden. Zolnhofer kann dabei je nach nach Sortiment zwischen einem 6-, 18- oder 24-Spaltkreuz wechseln.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 3/2020.

O. Gabriel

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