HolzMarkt

Holzpreise im Baltikum und Polen schneller gestiegen

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Während der letzten zwanzig Jahre haben sich die Sägerundholzpreise in den Ländern rund um die Ostsee sehr ähnlich entwickelt. Zuerst lagen die Preise in den nordischen Staaten über denen in Polen und dem Baltikum, später war das Verhältnis andersherum. Die Preise lagen aber immer dicht beieinander.

Das hat sich 2021 geändert. Die Preise für Nadelsägerundholz in den baltischen Staaten und Polen stiegen, ähnlich wie in Deutschland und Österreich, sehr schnell in Rekordhöhen und lagen im zweiten Quartal 63 % über Vorjahresniveau. In den nordischen Staaten fiel der Preisanstieg mit 16 % dagegen eher moderat aus. Die stärksten Preisanstiege im Ostseegebiet verzeichneten Lettland und Polen, wie die Wood Resource Quarterly (WRQ) berichtet.

Export über die Ostsee

Gut 4,3 Mio. Fm Nadelrundholz wurden 2020 zwischen den Ostsee-Anrainern gehandelt, der Großteil waren Lieferungen von Estland und Lettland nach Finnland und Schweden. Weitere bedeutende Mengen gingen von Finnland nach Schweden und von Deutschland nach Litauen. Etwa die Hälfte der Nadelrundholzmengen waren Sägerundholz, dieser Anteil ist seit fünf Jahren relativ stabil.

Baltikum exportiert viel Schnittholz

Die Nadelrundholzexporte aus den baltischen Staaten nehmen seit ihrem 20-Jahreshoch im Jahr 2014 kontinuierlich ab und waren 2021 40 % niedriger als 2014. Im Gegenzug ist der Export von Nadelschnittholz ständig gestiegen und setzt damit einen seit 2008 anhaltenden Trend fort. Inzwischen exportieren die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen 10 % des europäischen Schnittholzes, obwohl sie nur 1 % der europäischen Waldfläche besitzen.

Quelle: WRQ