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Holzpoltererfassung mit dem Forwarder

Holzpoltererfassung mit dem Forwarder

Die Firma Wahlers Forsttechnik stellte auf  der Interforst in München ein neues System zur Holzpoltererfassung mit dem Forwarder vor. Kernstück ist eine Kamera mit LED-Blitzanlage der Firma Visiosens, die Wahlers  in die Seitenverkleidung der Forwarderkabine eingebaut hat. Hat ein Fahrer ein Polter fertig gerückt, fährt er es nochmals ab und schießt dabei mit der Kamera Fotos von der Stirnfläche des Polters. Mit einem Bildbeabeitungsprogramm erfasst das Visiosens-System die Zahl der Stammabschnitte. Durch den elektronischen Abgleich mit den vom Harvester erfassten Hiebsdaten ist somit eine Stückzahlkontrolle möglich. Das heißt, dass die Fahrer auf diese Weise überprüfen können, ob sie alle Abschnitte gerückt haben. Wie Stephan Ying von Wahlers Forsttechnik erklärt, sind die Polterfotos mit der Stammzahl zusammen mit dem Messprotokoll des Harvesters außerdem eine guter Nachweis, wenn  es zwischen Waldmaß und Werksmaß zu größeren Abweichungen kommt.
Das am Forwarder montierte System ist kostengünstig, weil kein gesondertes Fahrzeug für die Poltererfassung eingesetzt werden muss. Dies ist  zum Beispiel beim Dralle-Mobil der Fall, das die Bayerischen Staatsforsten einsetzen. Dieses ermittelt allerdings auch das Holzvolumen des Polters.
Das Poltererfassungssystem der Firma Wahlers kann mit Forwardern aller Fabrikate eingesetzt werden und wird zurzeit von den Niedersächsischen Landesforsten erprobt.

 

Oliver Gabriel

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