ABO
Die Vertreter des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) blicken tritz aktueller Unwägbarkeiten optimistisch in die Zukunft.

Holzpackmittelbranche braucht auch Frischholz

Die produzierte Menge an Paletten stieg im 1. Quartal 2019 um 1,7 % auf 28,35 Mio. Stück. Der zugehörige Produktionswert stieg um 7,5 % auf 236,3 Mio. €. Obwohl noch keine Zahlen zur Palettenproduktion für das 2. Quartal 2019 vorliegen, geht der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) von einem weniger starken Wachstum als im 1. Quartal aus.

Auch die Kistenproduktion konnte zulegen. Bei den Kabeltrommeln aus Holz reduzierte sich die verarbeitete Holzmenge.

Bei Holzpaletten konnte nicht die gesamte Inlandsnachfrage in Deutschland durch die Inlandsproduktion abgedeckt werden. 2018 stieg die Einfuhr um 1 % auf 68,6 Mio. Stück. Damit wurden fast doppelt so viele Paletten importiert wie exportiert. Dies führte zu einem Außenhandelsdefizit von 32,7 Mio. Stück. Damit wurden inklusiver deutscher Palettenproduktion insgesamt 143,6 Mio. Paletten in Deutschland benötigt.

Verbändegespräch „Wald im Klimawandel“

Gerade das Thema Frischholz hat der HPE beim Verbändegespräch „Wald im Klimawandel“ am 29. August 2019 bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und in seinem letzten Positionspapier deutlich zur Sprache gebracht.

Dazu Jürgen Rademacher, Vorsitzender des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE): Dass die Länder kein frisches Holz mehr einschlagen wollen, ist zwar einerseits nachvollziehbar, da das Kalamitätsholz aus dem Wald muss. Andererseits ist die Holzversorgung gesamtwirtschaftlich zu sehen. Frisches Holz weist in der Regel eine bessere Qualität auf. Das sorgt in vielerlei Hinsicht für Sicherheit. Jede erhebliche Störung der Rohstoffverfügbarkeit für Holzpaletten und -verpackungen kann deutliche Auswirkungen auf den gesamten Warenverkehr haben. Das betrifft insbesondere die exportrelevanten Sektoren Maschinen- und Anlagenbau, Automotiv, Chemie, Baustoffe, Lebensmittel, etc. Trotz nachweisbarer Erfüllung der ISPM 15 Behandlung werden Insektenbohrlöcher und Fraßgänge immer kritischer beäugt. Der Bedarf an „blitzblankem“ Holz steigt.

Holzpaletten und -verpackungen bewegen die Welt,

85 % des weltweiten Gütertransports erfolgt auf oder in Holzverpackungen. Die resultierende Menge an im Holz gespeicherten CO2 ist enorm. Die politische Weichenstellung muss gleichberechtigt Waldwirtschaft und Holzverwendung berücksichtigen. Das schließt standort- und ertragsadäquate als auch wirtschaftlich nutzbare Baumarten ein. Neue und wieder aufgeforstete Wälder müssen aktiv nachhaltig bewirtschaftet werden, ebenso jetzt brach liegende.

Trotz vieler Unwägbarkeiten blicken die vom Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung vertretenen Unternehmen optimistisch nach vorne.

Red.

Auch interessant

von