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Holznutzung 2016 in Österreich

Vorauseilende Erntezurückhaltung und dann doch weniger Schadholz, als erwartet – dies waren die Ursachen für das geringste Nutzungsvolumen seit 2009, wie auf der Pressekonferenz der Land & Forst Betriebe Österreich (LFBÖ) zur Lage des privatwirtschaftlichen Agrar- und Forstsektors am 2. Mai betont wurde.
Schadholzanteil 2016 zurückgegangen
„Der Holzeinschlag 2016 beträgt nach aktueller Prognose 16,8 Mio. Fm und ist damit um 4 % zurückgegangen. Die Schadholzmenge beläuft sich nach jetziger Schätzung auf 5,4 Mio. Fm. Während der Schadholzanteil 2015 bei rund 42 % lag, ging er im Vorjahr auf 32 % zurück“, fasste LFBÖ-Präsident Felix Montecuccoli zusammen.
Obwohl sich der Wald durch einen überdurchschnittlichen Niederschlag im vergangenen Sommer wieder etwas erholen konnte, blieb die vom Borkenkäfer verursachte Schadholzmenge dennoch im Vergleich zum Trockenheitsjahr 2015 unverändert. Die Oststeiermark, das Burgenland, das Waldviertel und der Westen Tirols seien besonders betroffen gewesen, so Montecuccoli. Extremere Wetterschwankungen und häufige Spätfröste seien große Herausforderungen für die Betriebe.
Der forstliche Sektor sei aber nicht nur ein Betroffener, sondern auch die wirksamste Waffe gegen den Klimawandel. Montecuccolis Appell: vermehrte Holzverwendung – im Bau- ebenso wie im Konsumgüterbereich.
Natura 2000
Auf europäischer Ebene sah LFBÖ-Generalsekretär Bernhard Budil auf den forstlichen Sektor Herausforderungen in Form des Natura-2000-Action Plans oder etwa der Nachhaltigkeitskriterien für feste Biomasse zukommen. Hier werde versucht, im Paket Maßnahmen durch das EU-Parlament zu schleusen, die einzeln bereits mehrmals erfolgreich von der Forstseite bekämpft worden seien, so Budil.
timber-online.net

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