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Holznutzung: Die deutsche Klimabilanz könnte besser sein!

Holznutzung: Die deutsche Klimabilanz könnte besser sein!

Kaum jemand weiß um die Klimaschutzleistung von Holz. Auch die deutsche Politik hat die Förderung der Holzverwendung noch nicht als Chance erkannt. Dabei ist Holz ein idealer CO2-Speicher mit großem Klimaschutz-Potenzial.

„Die Erfolge Deutschlands beim weltweiten Klimaschutz sind vorbildlich“,
heißt es in einer kürzlich abgegebenen Erklärung des Bundesumweltministeriums (BMU). Die Rede ist von einer jährlichen Einsparung von mittlerweile 295 Mio. t CO2. Die deutsche Klimabilanz könnte noch besser sein – würde die CO2-Senkenleistung durch die Verwendung von Holz politisch noch stärker anerkannt und gefördert.

Wissenschaftler des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) haben berechnet, dass die Deutschen durch die Verwendung des Bau- und Werkstoffs Holz im vergangenen Jahr rund 75 Mio. t CO2 einsparten. Durch die energetische Verwertung kamen weitere 30 Mio. t hinzu. Insgesamt entsprechen diese Einsparungen in einer Gesamthöhe von 105 Mio. t im vergangenen Jahr 13 % der gesamten Treibhausgasemissionen in der Bundesrepublik.

Ein deutliches Zeichen setzte die Schweiz, die kürzlich den positiven Beitrag der Holzverwendung gesetzlich anerkannte und ab 2013 in seiner Klimapolitik berücksichtigen will.

Die Initiative „HolzProKlima“ will mit einer gesetzlichen Anerkennung der CO2-Senkenleistung von Holzprodukten den Weg für einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem Rohstoff Holz bereiten. Unabhängige Experten wie Professor Dr. Klaus Richter, Inhaber des Lehrstuhls für Holzwissenschaften an der TU München, sehen im verstärkten Einsatz von Holzprodukten ein großes Klimaschutz-Potenzial: „Vor allem eine Steigerung der stofflichen Verwendung von Holz würde einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung unseres Klimas bringen.“ Die Speicherwirkung durch eine Holzverwendung in langlebigen Produkten, insbesondere im Bauwesen, wird noch erweitert, durch die Substitutionswirkung, d.h. wenn Holz andere Produkte ersetzt, bei deren Herstellung mehr CO2 emittiert worden wäre.

Die Initiative HolzProKlima will die Verwendung von Holzprodukten für den Klimaschutz stärker als bisher in das Bewusstsein der Menschen und der Politik bringen. Zu den Initiatoren gehören: Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR), Bundesverband der Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD), Verband der deutschen Holzwerkstoffindustrie (VHI), Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS), Allianz Landesbeiräte Holz, Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter (BAV), Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz), Holzbau Deutschland, Bundesverband ProHolzfenster
 

Initiative „HolzProKlima“

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