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Holzmarktkonferenz Brandenburg

Der Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Jörg Vogelsänger, hat gemeinsam mit dem Waldbesitzerverband Brandenburg am 20. Mai zu einer Holzmarktkonferenz nach Potsdam eingeladen.

Minister Vogelsänger: „Das Jahr 2018 war für die Forst- und Holzbranche ein ganz besonderes Jahr. Den Stürmen folgte eine der längsten Hitze- und Dürreperioden seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Ergebnis nahmen die Schäden in den Wäldern dramatisch zu. Während Fichtenborkenkäfer im kieferndominierten Brandenburg nur eine vergleichsweise untergeordnete Rolle spielen, beeinflussen vor allem die Holzmengen aus den europäischen Schadgebieten den regionalen Holzmarkt derzeit aber massiv.“

Der Holzmarkt ist in einer Krise. Angebot und Nachfrage stehen aufgrund der enormen Schadholzmengen nicht mehr im Gleichgewicht. Waldbesitzer sind gezwungen, wesentlich mehr Holz als in normalen Jahren zu nutzen, wenn sie es nicht dem Verfall preisgeben möchten. Durch diese enormen Mehrmengen wird der Holzmarkt belastet und es kommt zu einem Preisverfall. Von den Folgen sind alle Branchenpartner in Brandenburg betroffen. Die Konferenz soll dazu dienen, ein gemeinsames Verständnis zu erlangen und mögliche Handlungsoptionen zu entwickeln.

Im Jahr 2018 sind in Deutschland über 32 Mio. m³ Kalamitätsholz angefallen. Davon ein Drittel durch Sturmwurf und zwei Drittel durch den Borkenkäfer. Im ersten Quartal 2019 sind weitere 13 Mio. m³ Schadholz angefallen und es ist davon auszugehen, dass sich die Schäden auch in diesem Jahr weiter erhöhen werden. Darin enthalten sind noch nicht die enormen Schadholzmengen der europäischen Fichtenregionen. In Brandenburg wurden im vergangenen Jahr 4,8 Mio. m³ Holz in den Wäldern aller Eigentumsarten eingeschlagen. Die Hälfte davon war durch Schäden verursacht. Die Niederschlagsmengen bewegen sich aktuell ziemlich genau auf dem Niveau des letzten Jahres – nur dass der Grundwasserspeicher nicht so gut gefüllt ist, wie nach dem niederschlagreichen Jahr 2017. Eine Entspannung ist nicht absehbar.

Red./MLUL Brandenburg

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