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Holzbilanzen als Informationsquelle zur Holzverwendung auf Bundeslandebene am Beispiel der bayerischen Holzmarktbilanz

Quelle: Forstarchiv 87; 3, 79-85 (2016)
Autor(en): FRIEDRICH S, KNAUF M

Kurzfassung: Der Beitrag analysiert die Herausforderungen, die bei der Holzmarktbilanzierung auf Ebene eines Bundeslandes entstehen und entwickelt für Bayern eine Holzmarktbilanz für die Jahre 2005, 2010 und 2012. Dabei werden auf Basis der Studien zum bayerischen Energieholzmarkt Vorschläge für eine verbesserte Holzmarktbilanzierung aufgenommen, und die bayerische Holzmarktbilanz mit Bezug auf die Holznutzung am Verwendungsort (stofflich und energetisch) erstellt. Dadurch werden Doppelzählungen vermieden. Sowohl die stoffliche als auch die energetische Holznutzung haben in Bayern seit 2005 deutlich zugenommen. Diese größere Holznutzung in Bayern wurde dadurch ermöglicht, dass bei gestiegener Nachfrage in Bayern die Exporte bzw. die Abflüsse aus dem innerdeutschen Handel deutlich zurückgegangen sind. Gleichzeitig hat sich für das in Bayern genutzte Holz das Verhältnis von stofflicher und energetischer Nutzung deutlich zu Ungunsten der stofflichen Nutzung verschoben. Mit der hier vorgeschlagenen Methode der Holzmarktbilanzierung wurde ein Instrument entwickelt, das über die Aggregation der stofflichen Verwendung mit Bezug auf das Fertigprodukt eine wichtige Information bietet, um neben Aussagen zum Holzmarkt auch den Beitrag der Holzverwendung zum Klimaschutz abzuleiten. Damit wird eine Grundlage für eine Kohlenstoffbilanzierung der Holzverwendung auf regionaler Ebene geschaffen.


Wood market balances as an information source on regional wood utilization – the Bavarian wood market balance as an example

Abstract: The article analyzes the challenges inherent to establishing a regional wood market balancing and presents a wood market balance for the German state of Bavaria for the years 2005, 2010 and 2012. Using the Bavarian wood energy market studies as basis, the study incorporates suggestions for improving the state’s wood market balancing and creates a wood market balance for Bavaria in relation to wood use at the place of consumption (material and energy). Doing so the method avoids double counting. Wood consumption, for both material and energy use, has significantly increased in Bavaria since 2005 due in part to a substantial decline in exports and outflows from the German domestic market. At the same time, the proportion of wood consumed for materials compared to wood energy in Bavaria has clearly shifted away from material use. The proposed method for developing a wood market balance offers a tool for aggregating material use with respect to the finished product which can provide important information, not only on the wood market itself, but also on the role of wood use in climate change mitigation. This creates an opportunity for creating a carbon balance for wood consumption on a regional level.

© DLV München

 

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