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Holzmarktbericht Ostschweiz

Die Holzmarktkommission der Ostschweiz informiert über die Situation am Rundholzmakrt. Die Marktpartner tauschten sich am 7. September in Winterthur zur aktuellen Lage auf dem Holzmarkt und zu den Rundholzrichtpreisempfehlungen aus.
Der Ostschweizer Rundholzmarkt ist zurzeit gesättigt. Die Ende 2014 wieder erstarkte Holznutzung, die Zwangsnutzungen aus Sturm und Schneebruch kombiniert mit dem ungünstigen Wechselkurs des Euro zum Schweizer Franken haben im Dreiländereck Schweiz, Deutschland und Österreich zu einem Überangebot sämtlicher Rohholzsortimente geführt. In tieferen Lagen fallen derzeit als Folge des trockenen, heissen Sommers regional größere Mengen an Käferholz an. Die Lager der Verarbeiter sind voll und bis Ende des Jahres wird nur wenig Frischholz nachgefragt.
Waldwirtschaft. Im zurzeit gesättigten Markt müssen die Nutzungen konsequent der Nachfrage angepasst werden. Mit den laufenden Frischholzschlägen in höheren Lagen und dem anfallenden Käferholz kann der Bedarf der Sägereien gut gedeckt werden. Weiteres Frischholz ist nur auf konkrete Nachfrage und vorher vereinbarten Preisen zu nutzen.
Holzwirtschaft. Die Holzlager sind voll. Der Bedarf an Frischholz ist sehr gering. Trotz wieder steigendem Eurokurs sinken die Preise der Schnittwarenimporte weiter. Das drückt auf die Auslastung der Ostschweizer Sägewerke. Die Sägewerke übernehmen Käferholz, dies aber weitgehend zu Lasten der Normalnutzung der Forstbetriebe. Es wird in den nächsten Monaten nicht einfach werden, höhere Rund- oder Schnittholzpreise durchzusetzen. Die fortschreitende Abschwächung des Frankens wird aber helfen, die Erhöhungen am Markt besser umzusetzen. Im Vergleich zum Februar sind die Importprodukte, aufgrund des Euro-Franken-Kurses, wieder um rund 7 bis 8 % gestiegen. Es muss ein Anliegen der gesamten Holzkette sein, die Preise wieder auf ein nachhaltiges Niveau anzuheben.
Laubholz. Der Laubholzmarkt wird sich in Bezug auf Preise und Mengen wie in der letzten Saison abspielen. Frühe Lieferungen von September bis Dezember sind erwünscht. Die Esche ist allgemein gesucht, aber ein Überangebot in Folge der europaweiten Eschenwelke vorhanden. Holzarten wie Ahorn, Kirsche, Pappel etc. in C-Qualitäten sind nach wie vor schlecht absetzbar. Der Buchenmarkt ist weiterhin unbefriedigend. Die Hauptmengen gehen in den asiatischen Raum und benötigen spezielle Längen.
Industrieholz. Bei den Industrieholzsortimenten besteht ein leichter Angebotsüberhang. Die Mengen sind bis gegen Jahresende gesichert. Die Anlieferungen sind zurzeit bei beinahe allen Werken kontingentiert. Auch die sonst mengenmäßig schwierigen Sommermonate konnten für die Schleifholzwerke, welche laufend frisches Nadelholz benötigen, gut überbrückt werden.
Energieholz. Die Nachfrage nach Brenn- und Energieholzsortimenten ist noch gering. Viele Waldbesitzer hoffen auf einen frühen und langen Winter, damit die Restmengen an Energieholz aus dem letzten Winter rasch verwertet werden können.
Holzmarktkommission der Ostschweiz

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