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Holzmarkt in der Ostschweiz

Wie die Holzmarkt Ostschweiz AG berichtet, führte die kurz vor Weihnachten angekündete Schließung des Sägewerkes Mayr-Melnhof Swiss Timber AG zu einer starken Verunsicherung bei den Waldeigentümern im Kanton Graubünden und der gesamten Ostschweiz. Die unsichere Lage wird sich aber bereits am Ende des 1. Quartals 2011 gelegt haben. Der Holzmarkt Ostschweiz AG ist es gelungen, den Absatz für sämtliche anfallenden Holzmengen vertraglich zu sichern. Auch die kleineren regionalen Sägewerke sind aufnahmefähig und übernehmen einen Teil der Mengen. Ein weiterer Teil des Holzes wird an langjährige Partner im Ausland geliefert.

Den Waldeigentümer im Kanton Graubünden trifft die Schließung des Werkes in Domat Ems am Stärksten. Ein Teil der Holzmengen wird wohl kurz- oder mittelfristig nicht mehr aufgerüstet und die anderen Mengen gelangen hauptsächlich per Bahn in den Export. Für die Schweizer Werke ohne Bahnanschluss ist dieses Holz nur bedingt wirtschaftlich erschließbar. Auch die Aussichten für einen Weiterbetrieb des Sägewerkstandortes Domat Ems stehen ungünstig. Bislang konnte noch kein Investor gefunden werden. Angesichts der laufenden europaweiten Investitionen im Sägewerksausbau rückt ein möglicher Verkauf und Abbau der Anlage näher.

Die Verunsicherung über den Jahreswechsel und der geschätzte Rückgang in der Gesamtnutzung führen zu einem eher knappen Rundholzangebot. Die gute Nachfrage der Schweizer Sägewerke hält die Rundholzlagerbestände im Wald tief. Eine geringe Aktivität im Privatwald und eine starke Nachfrage könnten bereits im 2. Quartal 2011 zu einem Rundholzmangel in der Ostschweiz führen. Dieser Entwicklung sollte frühzeitig entgegengewirkt werden.

Holzmarkt Ostschweiz AG

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