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Holzmarkt Ostschweiz AG zur aktuellen Lage

Die Auswirkungen des Sturms Niklas sind für die Ostschweizer Wälder einigermaßen glimpflich verlaufen. Trotz hohen Windgeschwindigkeiten, mit teils starken Böen, haben die Wälder dem Sturm weitgehend getrotzt. Große, flächenartige Schäden sind bislang keine gemeldet worden. Die Holzmarkt Ostschweiz rechnet mit einer grob geschätzten Schadholzmenge von circa 15.000 bis 20.000 Fm, für die Kantone St. Gallen, Thurgau, Appenzell und das Land Liechtenstein.
Die aufwändige Aufarbeitung der Schäden wird in den Frühling hinein andauern. Teilweise dürften Laubhölzer und Nadelhölzer in schwer zugänglichen Regionen nur bedingt aufgerüstet werden. Wenn es die phytosanitäre Situation zulässt, werden diese Stämme im Bestand liegen gelassen. Die Vermarktung erfolgt über die gewohnten Absatzkanäle und dürfte den Markt kaum zusätzlich belasten.
Rundholzversorgung gut,  Unsicherheiten hoch
Die kleineren Ostschweizer Sägereien sind gut mit Rundholz bevorratet. Diejenigen Werke, welche noch Mengen suchen, können sich jetzt noch kurzfristig mit frisch gerüstetem Sturmholz eindecken. Auch der größte Ostschweizer Verarbeiter, die Firma Lehmann Holzwerk AG in Gossau, hat ihre Mengen gesichert und ist bis zu den Sommerferien hin gut versorgt. Das anfallende Sturmholz wird über die vereinbarten Mengenverträge vermarktet oder kann teils noch in der Region zu normalen Preisen verkauft werden. Die Planung für größere Holzschlag-Projekte sollte vorsichtig angegangen werden, weil die Nachfrage in der Zeit nach den Sommerferien nicht genau beziffert werden kann. Mit der Auftragslage der Sägereien, Frankenstärke, Schnittholzimporte und Bautätigkeit sind es zu viele Unsicherheitsfaktoren. Eine einigermaßen verlässliche Voraussage dürfte erst ab Mitte Juni möglich sein.
Rundholz massiv an Wert verloren
Im Vergleich zum Winter 2007 und heute hat das Rundholz massiv an Wert verloren. Erlöste der Ostschweizer Waldbesitzer im Jahr 2007 für einen Festmeter Fichte Trämel der Qualität B Stkl. 3a noch 127,00 CHF, so liegt der heutige Marktpreis bei nur noch gerade 103,00 CHF. Dies bedeutet einen Rückgang von 19 %. Ausschlaggebend für den Preiszerfall waren die Finanzkrise 2009 und die damit entstandene Wechselkurssituation. Diese hat sich seit Januar 2015, mit der Aufhebung des Mindestkurses von 1,20, nochmals massiv verschlechtert.
Resultierend daraus ergibt sich, dass sich trotz eingeleiteten Optimierungs- und Sparmaßnahmen, oft keine positiven Deckungsbeiträge mehr erwirtschaften lassen. Insbesondere in der wichtigen Pflege der Schutzwälder kämpfen die Forstbetriebe, trotz Schutzwaldpflegebeiträge, um ihre Existenz.
Laubholzmarkt beinahe abgeschlossen
Mengenmäßig konnten alle Hölzer vermarktet werden. Bei der Buche gab es nur wenige akzeptable Mengen- und Preisvereinbarungen. Bei der Esche mussten gewisse Preiseinbußen hingenommen werden, da aufgrund der vorherrschenden Eschenwelke ein hohes Angebot platziert wurde. Die restlichen Baumarten konnten gut über die Wertholzsubmissionen verkauft werden. Die Erlöse lagen trotz Frankenstärke und Unsicherheiten am Markt auf Vorjahresniveau.
Nachfrage bei Industrieholz gut
Die Firma Kronospan hat aufgrund der leicht verbesserten Wechselkurssituation ihre Einkaufspreise ab April wieder leicht erhöht. Von Seiten Perlenpapier sind noch keine konkreten Preiserhöhungen bekannt. Die Werke sind aufnahmefähig.
Energieholzbedarf zeitgemäß
Die Nachfrage nach Brenn- und Energieholzsortimenten ist aufgrund der Jahreszeit rückläufig. Viele Brennholzabnehmer konnten sich genügend mit Brennholz eindecken.
Holzmarkt Ostschweiz AG

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