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Österreich: Es geht rund im Wald

Es geht rund im Wald. Mit diesem Ausdruck bezeichnet man in Österreich rege bis hektische Tätigkeit, dieses Mal bezogen auf den Holzeinschlag. So viel wie selten zuvor sind die Bauern aktiv und nutzen Holz. Es werden alle LKW gebraucht, die mit der Abfrachtung nicht nachkommen. Hilfreich ist auch das Wetter, das gerade kalt genug für eine tragfähige Straße, aber nicht zu frostig für die Arbeit draußen ist.

Die Sägewerke brauchen das Holz notwendig, denn aus dem Ausland kommt nur wenig. Die Preise in den Hauptlieferländern sind unattraktiv hoch. Daher muss mehr Ware aus dem Inland kommen. Die Landwirtschaftskammern haben das rechtzeitig erkannt und den Mitgliedern die Schlägerung anempfohlen. Die Preise sind sehr attraktiv und erlauben einen hohen Deckungsbeitrag nicht nur bei den Landwirten. Auch der Großwald blickt mit einem Lächeln auf die Vorjahrsbilanzen. So viel wie 2010 hatten sie querbeet schon lange nicht mehr verdient. Und das bei praktisch 100 % regulärer Nutzung, weil Schadereignisse ausgeblieben sind. Jeder wünscht sich eine Fortsetzung dieses Zustandes, ruhige Entwicklung, auskömmliche Preise, keine Überraschungen.

Die Sorgenkinder Schwachholz und Durchforstung sind zu ansehnlichen Geldbringern geworden. Geholfen haben der vermehrte Holzeinsatz in modernen Feuerungsanlagen und der wieder anziehende Zellstoffpreis. Die Papier- und Plattenindustrie ist nicht mehr nur „Entsorger“ von scheinbar unbeliebter Ware, sie muss sich aktiv um Rohstoffe bemühen. Das ist ein Zustand, von dem alt gediente Forstleute lange geträumt haben.

AF

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