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Holzmarkt in Österreich Juni 2012

Die Landwirtschaftskammer Österreich kommt in ihrem Holzmarktbericht Juni 2012 zu der Einschätzung, dass der für den Export von Schnittholz so wichtige italienische Wirtschaft schrumpft. Auch im Mai ist eine Belebung des Absatzes auf diesem Hauptmarkt ausgeblieben. Andere Exportmärkte entwickeln sich besser, auch der Inlandsabsatz läuft zufriedenstellend.

Aufgrund der schwierigen Situation beim Schnittholzabsatz fährt die österreichische Sägeindustrie ihre Kapazitäten bei weitem nicht voll aus. Bei grundsätzlich stabilen Preisen ist eine anhaltend gute Mengennachfrage nach Nadelsägerundholz gegeben, eine gewisse Zurückhaltung bei Neuabschlüssen wird jedoch festgestellt. Bei Schwachblochen hat die Nachfrage angezogen, in der Steiermark sind die Preise dafür gestiegen und haben an das Niveau der anderen Bundesländer angeschlossen. Die Abfuhr des erzeugten Rundholzes erfolgt zügig, es besteht weiterhin volle Aufnahmefähigkeit bei den Sägewerken.

Die Nachfrage nach allen Industrieholzsortimenten ist gesättigt. Die Preise für Industrierundholz sind bei anhaltend hohen Lagerständen der Papier- und Zellstoffindustrie stabil. Die Zufuhr erfolgt streng kontingentiert. Bei den Sägenebenprodukten sind deutliche Preiseinbußen zu verzeichnen, für einen entsprechenden Druck sorgt auch der hohe Importanteil.

Der Energieholzmarkt verläuft der Jahreszeit entsprechend ruhig. Es ist von einer anhaltend hohen Nachfrage nach hochqualitativem Scheit- und Stückholz auszugehen.
 

LK Österreich

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