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Holzmarkt in Nordrhein-Westfalen

Die Nachfrage nach Fichtenstammholz zieht derzeit in Nordrhein-Westfalen wieder an. Regional liegt das Interesse teils deutlich über den Liefermöglichkeiten des Waldbesitzes bzw. übersteigt das Einkaufsinteresse das Angebot, berichtet Holzmarktinfo.de unter Bezugnahme auf das ZHG-Meldenetz. Größere Waldbesitzer haben sich zwar auf den höheren Bedarf der Industrie eingestellt. Manche kleineren Anbieter hingegen sehen sich angesichts der zurzeit niedrigeren Holzpreise nicht sonderlich motiviert, entsprechende Mengen bereitzustellen und warten ab, ob demnächst die Preise wieder anziehen. So kann teilweise der Anschein entstehen, dass die Nachfrage deutlich über dem möglichen Angebot liegt.
Die Stammholzpreise für das Leitsortiment Fichte B 2b liegen nach Information des Landesbetriebes Wald und Holz seit etwa einem Jahr nahezu unverändert knapp unter 100 ¤/Fm, wobei im August/September eine leicht nachgebende Tendenz zu beobachten war. Schwächeres Holz 1b/2a erreichte im September 2011 mit rund 80 EUR/Fm ein Hoch und gab seitdem um rund ein Zehntel nach. Für das zweite Halbjahr 2012 errechnen sich für unentrindetes Fichtenstammholz und -Abschnitte folgende Durchschnittspreise frei Weg (EUR/Fm, m.R., ger.): 1a = 57, 1b = 69,50, 2a = 83,50, 2b = 96,00, 3a = 96,50, 3b = 96,50, 4 = 95,50. Der D-Abschlag beträgt i.d.R. 25 % vom B/C Preis. Für D-Rollen wurden im Mittel Preise von 59 EUR/Fm vereinbart.
Das Interesse an Kiefernstammholz lang sowie Abschnitten ist weiterhin gut. Für 4-m-Abschnitte der Güteklasse BC wurden im Bereich des Landesbetriebes Wald und Holz im Mittel folgende Preise vereinbart (EUR/Fm, m.R., ger.): 1a = 50, 1b = 60, 2a = 69, 2b = 73,50 und 3a = 76.
Der Laubholzmarkt ist gegenwärtig noch in der Warteschleife. Die Marktpartner tasten sich gegenseitig ab und sind gespannt, wie sich der Markt in einigen Nachbarländern darstellt. Momentan zeichnet sich ab, dass bessere Buche preislich etwa auf Vorjahresniveau verharrt, während für geringerwertige Ware im Vergleich zur Vorsaison marginal bis leicht höhere Preise zur Anwendung kommen. Bei Eiche sind gute und vor allem sehr gute Qualitäten recht gefragt. Im Vergleich zum Vorjahr gelten Preisanhebungen um etwa ein Zehntel als marktgerecht.
Das Interesse an Industrieholz hat deutlich zugenommen. Dementsprechend haben die Preise für das vom Landesbetrieb Wald und Holz unter Vertrag stehende Holz im zweiten Halbjahr 2012 im Vergleich zur letzten Meldung vom Sommer 2012 teils deutlich zugelegt. So ergibt sich im Durchschnitt folgendes Preisbild ( EUR/Fm o.R., in der Klammer EUR/t atro):
Buche, Esche, Ahorn, Hainbuche, Ulme: 48,50 (72,75);
Eiche, Roteiche: 44,00 (61,60);
Erle, Birke, Kirsche, Linde: 38,25 (61,20);
Fichte, Sitkafichte, Tanne: 38,50 (84,70);
Kiefer,Lärche, Douglasie: 38,50 (80,85);
Pappel, Weide: 26,50 (63,60).
In Verträgen mit der Pellets-Industrie wurde im Mittel 36 EUR/Fm o.R. vereinbart. Kontrakte über Zellstoffholz ergaben durchschnittlich 21,50 EUR/Rm m.R. bzw. 35,85 EUR/Fm o.R. Für Energieholz errechnen sich 22,50 EUR/Rm m.R. bzw. 37,50 EUR/Fm o.R. Die Preise für Schleifholz liegen derzeit im Mittel bei 32,50 EUR/Rm m.R. bzw. 54,10 EUR/Fm o.R.
 
Holzmarktinfo.de

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