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Holzmarkt in Tschechien

Im Jahr 2020 erwartet das staatliche Unternehmen Lesy České republiky (LČR) einen Anstieg des Holzeinschlags auf einen neuen Rekord von über 15 Mio. Fm gegenüber 13,9 Mio. Fm 2019. Der Grund ist die Aufarbeitung des Schadholzes aus Borkenkäfer- und Windwurfkalamitäten.

Darum wies Lesy ČR im vergangenen Jahr einen Verlust von 1 Mrd. CZK (rund 39 Mio. €) aus. Dies erklärte der Geschäftsführer des Staatsunternehmens, Josef Vojáček.

95 % des in diesem Jahr geplanten Holzeinschlags entfallen auf Schadholz durch Borkenkäfer und Windwürfe. „Die Stürme von Sabine und Julie verursachten rund 1,5 Mio. Fm“, verweist Vojáček auf die Schäden durch die Februarstürme. In Normaljahren vor dem massiven Borkenkäfer-Ausbruch betrug der jährliche Holzeinschlag rund 8 Mio. Fm.

Laut Vojáček befinden sich die Holzpreise auf historischen Tiefstständen. In diesem Jahr hat das Unternehmen das Holzgeschäft maßgeblich selbst in die Hand genommen. Die Vertriebsabteilung wurde auf 75 Mitarbeiter verstärkt und verkaufte in diesem Jahr mehr als 2 Mio. Fm. Laut Vojáček kann der Holzhandel auch die Coronavirus-Epidemie in China erschweren. Holz aus Tschechien wird nicht direkt nach China, sondern über Handelsunternehmen exportiert.

holzkurier.com

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