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Holzmarkt in Schleswig Holstein

Obwohl Schleswig-Holstein selbst von dem Sturmtief Niklas quasi nicht betroffen war, haben die Preise für Fichtenstammholz in den zurückliegenden Monaten etwas nachgegeben. Das geht aus dem HMI-Meldenetz von Anfang September hervor. Der Rückgang war mit etwa -3 €/Fm auf durchschnittlich 85 €/Fm für Langholz BC der Stärkeklasse 2b vergleichsweise moderat. Auch für Abschnittsware gaben die Preise um etwa 3 €/Fm auf knapp unter 80 €/Fm nach. Sitkafichte ist zu Preisen absetzbar, die etwa 10 bis 12 €/Fm unter denen von „normaler“ Fichte liegen. Kiefer ist mengenmäßig zwar unbedeutend, doch auch wurden die Preise gleichermaßen zurückgeführt. Vereinzelt ergaben sich Möglichkeiten zum Export kleinerer Mengen. Bekanntermaßen sind die Absatzmöglichkeiten für Nadelholz in der Region begrenzt, so dass sich der Waldbesitz auch um andere Kanäle wie Exporte oder Ferntransporte zu südlicheren Nachbarländern bemüht.
Bei Buche kam es zu ersten Abschlüssen auch mit dem Ausland. Dabei wurden Preise etwas über Vorjahr erzielt. Für Schälholz BCD der Stärkeklassen 4 bis 6 wurden etwas über 90 €/Fm vereinbart. Heimische Abnehmer sind bereit, Preise auf Vorjahresniveau anzulegen. Für B-Ware der Klasse 4 wurden etwas mehr als 120 €/Fm ausgehandelt und für C-Holz der Klasse 4 etwa 75 €/Fm.
Die bestehenden Abschlüsse über Industrieholz gelten noch bis zum Jahresende. Nadelindustrieholz in MDF-Qualität erzielt hier Preise zwischen 22 und 24 €/Rm und in OSB-Qualität 26 bis 28 €/Rm. Laubindustrieholz (Hartholz ohne Eiche) wurde zu 22 bis 25 €/Rm unter Vertrag genommen.
Der Absatz von Energieholz an Kleinstselbstwerber erfolgt zu etwa 25 €/Rm bzw. bei Lieferung an den Weg zu 40 €/Rm.
HMI/Quelle: HMI-Meldenetz

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