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Holzmarkt in Rheinland-Pfalz

Die Gespräche über Anschlussverträge für das zweite Halbjahr 2016 zwischen dem Waldbesitz und den Abnehmern aus der Sägeindustrie zogen sich anfänglich etwas hin, kamen mittlerweile jedoch nach einigen zähen Verhandlungen zum Abschluss. Nachdem manche Verträge aus dem ersten Halbjahr noch nicht komplett beliefert waren, bestand auch kein Zwang, sich baldmöglichst auf neue Konditionen festzulegen. Angesichts gewisser Schwierigkeiten beim Absatz von Nadelschnittholz und den problematischen Restholzmärkten kam der Waldbesitz den Forderungen der Sägeindustrie nach und senkte für das zweite Halbjahr 2016 für einige Fichtensortimente die bis dahin geltenden Preise um 1,- bis 2,- €/Fm. Erstmals wurden mit einzelnen Kunden auch Abschläge für Starkholz vereinbart, meist blieben die Preise für stärkeres Holz jedoch auf dem Niveau der Stärkeklasse 2b. Für Langholz in BC-Qualität wurden Preise vereinbart, die etwa 1,- €/Fm unter denen von B-Ware liegen. Die Tannenpreise liegen um bis zu 5,- €/Fm unter denen von Fichte. Darüber hinaus wurden mit einzelnen Kunden aus dem südlichen Deutschland oder aus Frankreich auch Preise vereinbart, die transportbedingt durchschnittlich 2,- €/Fm niedriger liegen. Bei Douglasie verzeichnet der Waldbesitz ein unverändert hohes Einkaufsinteresse auch an stärkerem Holz, weshalb es hinsichtlich der Preisgestaltung bis zum Ende dieses Jahres keine nennenswerten Änderungen im Vergleich zum bisherigen Niveau gab.In neuen Verträgen mit Laufzeit bis zum Jahresende wurden die Preise für starkes Verpackungsholz um 2,- bis 3,- €/Fm reduziert. Für die Stärkeklassen 2a bis 3a+ wurden 55,-, 60,- und 65,- €/Fm vereinbart. Schwächeres Verpackungsholz lang erzielt 38,- bis 40,- €/Fm für 1a, 46,- bis 50,- €/Fm für 1b, 50,- bis 53,- €/Fm für 2a und 55,- bis 57,- €/Fm für 2b+. Verpackungsabschnitte in Längen von 2,4 m liegen preislich zwischen 31,50 und 34,25 €/Rm.Das Interesse an Buchenstammholz wird als recht hoch bezeichnet, wobei auffällt, dass auch Neukunden am Markt auftreten. Zwar wird früher Einschlag durch die Abnehmer mit entsprechenden Boni prämiert, doch ist der Waldbesitz angesichts der mit einem entsprechend frühen Einschlag verbundenen Risiken und Vorkehrungen kaum bereit, vor September mit der Holzernte zu beginnen. Für Eiche wird ebenfalls ein hohes Einkaufsinteresse erwartet, während sich die Exporteure für Lieferungen nach Asien derzeit noch weitgehend zurückhalten.Bezüglich Energieholz ist davon auszugehen, dass gewerbliche Abnehmer nur einen geringen Ergänzungsbedarf haben, während private Abnehmer auch diesen Winter in fast gewohntem Umfang Brennholz aufarbeiten werden.

HMI

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