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Holzmarkt in Rheinland-Pfalz

Die Auslieferung von Nadelstammholz auf bestehende Verträge liegt meist wieder im Plan. Wie aus dem Holzmarktinfo-Meldenetz weiter hervorgeht, konnten manche Abnehmer sich sogar soweit eindecken, dass die ursprüngliche Planung mehr als erfüllt ist. In der jüngeren Vergangenheit erfolgte daher der Einschnitt auf hohem Niveau, was zu einem verstärkten Anfall von Sägenebenprodukten führte.
Ein milder Winter und der nun hohe Anfall an Sägenebenprodukten führten zu einem starken Preisdruck, sodass manche Sägewerke zunehmend in kalkulatorische Schwierigkeiten kommen und ihrerseits verstärkt auf eine Rücknahme der Rundholzpreise drängen. Nachdem die Stammholzverträge bei den meisten Waldbesitzern allerdings oft bis Ende Juni geschlossen wurden, läuft dieser Druck vielfach ins Leere. Die günstige Witterung bewirkt jedoch einen guten Fortschritt im Wohnungsbau und damit einen zunehmenden Bedarf seitens der Bauwirtschaft. So bleibt anzunehmen, dass sich zwar die Situation am Restholzmarkt nicht kurzfristig entspannt, wohl aber die Absatzmöglichkeiten für Schnittholz sich verbessern.
Buchenstammholz ist zum Saisonende überraschend lebhaft gesucht. Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit werden allerdings meist nur noch begonnene Schläge beendet und ausgeliefert. Die vergleichsweise hohe Nachfrage nach Buche führt dazu, dass manchenorts die Ernte von Eiche zugunsten von Buche nach hinten verschoben wird. Somit ist gelegentlich damit zu rechnen, dass manche bestehenden Eichenverträge, die oft eine Laufzeit bis zum Herbst oder auch Jahresende haben, möglicherweise erst in der kommenden Saison bedient werden können.
Die Abwicklung der bestehenden Industrieholzkontrakte erfolgt derzeit überwiegend planmäßig. Nachdem Sägenebenprodukte zurzeit relativ preisgünstig am Markt verfügbar sind, könnten manche Abnehmer allerdings dazu übergehen, vermehrt diese einzusetzen. Dadurch würde die Abnahme von Waldholz in der nächsten Zeit etwas ins Stocken kommen.
Holzmarktinfo/Quelle: HMI-Meldenetz

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