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Preisentwicklung für Sägerundholz Fi./Ta.

Holzmarkt in Österreich

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich in ihrem Holzmarktbericht September 2016 informiert, ist die österreichische Sägeindustrie meist sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Teilweise kommt es zu Zufuhrbeschränkungen, wofür auch die gestiegenen Importe aus den Kalamitätsgebieten Sloweniens und Tschechiens mitverantwortlich sind. Die Preise für mindere Qualitäten sind aufgrund des vorhandenen Überangebots teilweise unter Druck. Höherer Bedarf besteht an frischem Nadelsägerundholz. Die Preise dafür sind stabil bis leicht gestiegen, mancherorts werden Lieferprämien angeboten. Das Preisgefälle zwischen Ost- und Nordtirol hat sich auf rund 15,- €/Fm vergrößert. Der Absatz von Weißkiefer gestaltet sich vor allem in der Steiermark schwierig und verschärft sich wegen der Schließung des Sägewerkes in Heiligenkreuz.
Die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz ist verhalten, da die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie auch aufgrund des Überangebotes an Sägerestholz sehr gut bevorratet sind. Die Zufuhr ist teilweise streng kontingentiert, freie Mengen sind nur schwer unterzubringen. Die Preise sind stabil. Rotbuchenfaserholz wird bei sehr guter Bevorratung zu stabilen Preisen nachgefragt. Der Absatz von Eschenfaserholz gestaltet sich schwierig, weil die nur geringen Beimengungsmöglichkeiten im Werk Lenzing strikt einzuhalten sind; einzige Vermarktungsalternative stellt Energieholz dar.
Der Markt für Energieholz verläuft jedoch weiterhin sehr ruhig. Die Heizwerke sind sehr gut mit Rohstoff versorgt. Der Absatz ist meist nur im Rahmen der abgeschlossenen Verträge möglich. Zusätzliche Mengen sind schwer oder kaum am Markt unterzubringen.
Landwirtschaftskammer Österreich
Preisentwicklung für Sägerundholz Fi./Ta. B

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