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Preisentwicklung für Sägerundholz Fi./Ta.

Holzmarkt in Österreich

Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind weiterhin sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Durch den hohen Anteil an Käferholz besteht vor allem ergänzender Bedarf an frischem Nadelsägerundholz guter Qualität, der sich auch in etwas höheren Preisen niederschlagen kann. Die Holzernte konzentriert sich aber nach wie vor auf die Käferholzaufarbeitung, Normalnutzungen erfolgen eher abwartend.
Die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b haben sich stabilisiert, das Preisband ist enger geworden und liegt zwischen 84,00 und 94,00 €/Fm. Leichter Preisdruck besteht wegen des Überangebotes bei schlechteren Qualitäten. Zufuhrprobleme bestehen vor allem bei Kiefer. Die Preise für Zirbe befinden sich auf sehr ansprechendem Niveau.
Bei Laubsägerundholz ist die Nachfrage nach Eiche weiterhin sehr rege. Der Trend zu dunklen Holzarten hält weiter an, der Markt für Ahorn scheint größtenteils gesättigt zu sein. Dementsprechend entfallen bei der Wertholzsubmission in St. Florian/OÖ rund drei Viertel der angelieferten Holzmenge auf Eiche. Die Nachfrage nach Rotbuche nimmt leicht zu. Der Absatz von Pappel-Sägerundholz gestaltet sich schwierig, weil derzeit Fichten-Schnittholz die Verwendung von Pappelholz ersetzt.
Die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz ist verhalten, da die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie überaus gut bevorratet sind. Nach dem vorjährigen Brand hat die Papierfabrik Laakirchen ihre volle Produktionskapazität wieder aufgenommen, die Anlieferung von Schleifholz ist im Rahmen bestehender Verträge wieder normal möglich. Die Zufuhr ist teilweise – insbesondere beim Faserholz – streng kontingentiert. Am Standort Pöls wird eine Vollproduktion wieder ab dem 2. Quartal erwartet, Hauptaugenmerk besteht derzeit am Abbau der Rundholzlager.
Aufgrund der industrieseitig hohen Lagerstände und dem hohen Anfall an Sägenebenprodukten, sind die Faserholzpreise regional unter Druck. Buchenfaserholz wird bei leicht fallenden Preisen kontinuierlich nachgefragt.
Am Energieholzmarkt ist wenig Dynamik gegeben. Der Absatz ist meist nur im Rahmen der abgeschlossenen Verträge möglich, zusätzliche Mengen sind auch aufgrund des Importdruckes aus Ungarn und Slowenien schwer am Markt unterzubringen.
Seit 1. Jänner 2016 gelten für den Holzverkauf an Unternehmer folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.
Landwirtschaftskammer Österreich
Preisentwicklung für Sägerundholz Fi./Ta. B

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