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Holzmarkt in Österreich

Holzmarkt in Österreich

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich im Holzmarktbericht März 2014 informiert, hat sich bei allgemein guter Versorgungslage der Sägewerke der aktuelle Bedarf an Nadelsägerundholz etwas abgeschwächt, Nachfrage ist weiterhin gegeben.
Durch die Schließung eines Sägewerks in Niederösterreich frei werdende Holzmengen werden von anderen Standorten abgenommen. Der Konkurs eines Sägestandortes in der Steiermark hat derzeit keinen negativen Einfluss auf den Starkholzabsatz.
Die Preise für Nadelsägerundholz sind auf hohem Niveau stabil, die Preisspitzen wurden aber gebrochen. Mittlerweile konzentrieren sich die Holzernteaktivitäten vor allem auf die Aufarbeitung von Schadholz.
Das in einigen Regionen ausgeprägte Niederschlagsdefizit steigert die Anfälligkeit der Bestände gegenüber Borkenkäferbefall.
Gegen Ende der Einschlagssaison für Laubsägerundholz ist vor allem noch Eiche, Nuss und Esche bei stabilen Preisen gefragt. Der Markt für Rotbuche bleibt preislich sehr unbefriedigend. Der Absatz von Pappel läuft weiterhin sehr schleppend, da der Export nach Italien fast zum Erliegen gekommen ist.
Die Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie ist sehr gut mit Industrierundholz versorgt. Die Preise für Schleif- und Faserholz sind auch aufgrund des hohen Anfalls an Sägerestholz leicht unter Druck. In Oberösterreich wurde der Schleifholzpreis Anfang März um bis zu 2,- €/Fm gesenkt. Der Absatz von Buchenfaserholz erfolgt zu stabilen Preisen.
Aufgrund der milden Temperaturen und ausreichenden Lagerständen ist die Nachfrage nach Energieholz verhalten. Die Preise sind grundsätzlich stabil, von den Schadholzmengen in Slowenien ausgehend, ist im Süden Österreichs aber ein gewisser Preisdruck spürbar. Auch für die kommende Saison ist von einer anhaltend hohen Nachfrage nach hochqualitativem Scheit- und Stückholz auszugehen. Dieses Sortiment sollte vorausschauend und ausreichend produziert und die Lager aufgestockt werden.
Landwirtschaftskammer Österreich

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