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Holzmarkt in Österreich

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich im Holzmarktbericht Oktober 2019 informiert, sind die Standorte der österreichischen Sägeindustrie aufgrund des in Mitteleuropa anfallenden Kalamitätsholzes nach wie vor sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet.

Bei einer regional kontingentierten Übernahme verzögert sich dementsprechend der Holzabtransport mit Wartezeiten von mehreren Wochen. Den Markt entlastende Exporte nach China werden zunehmend schwieriger. Die Rundholzpreise in den Borkenkäfer-Schadgebieten sind – auch beim Frischholz – weiter unter Druck, obwohl allgemein eine leicht steigende Nachfrage nach frischem Nadelsägerundholz zu verzeichnen ist. Aufgrund allgemein niedriger Preise befindet sich der Normaleinschlag auf sehr geringem Niveau. In Vorarlberg übersteigt die Nachfrage an Starkholz sogar das aktuelle Angebot. Die Frischholzpreise beim Leitsortiment Fichte B, 2b weisen aufgrund der sehr unterschiedlichen Betroffenheit von Kalamitäten eine große Spreitung von 60 bis 82 €/Fm auf. Strenge Sortierungen, vor allem in Bezug auf Rissbildungen, führen zu Abschlägen von bis zu 35 €/Fm bzw. zu einer Übernahme zu Faserholzpreisen.

Industrieholz. Die Lagermöglichkeiten der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie – inklusive Außenlager – sind meist ausgereizt. Daher ist Nadelindustrierundholz außerhalb von Verträgen meist nicht vermarktbar. In Kombination mit einer strikt kontingentierten Anlieferung ergeben sich insbesondere in den Schadgebieten hohe Waldlagerstände. Die Preise stehen weiter unter Druck und wurden regional im 4. Quartal um rund 4 €/Fm abgesenkt. Der Absatz von Rotbuchenfaserholz ist ebenfalls nur zu reduzierten Preisen möglich.

Energieholz
Entwicklung des Fi./Ta. Faser-/Schleifholz-Mischpreises in Österreich 1995 bis Oktober 2019. Grüne Linie: Faser-/Schleifholz-Mischsortiment; blaue Linie: 10-Jahres-Durchschnitt 2009 bis 2018. Quelle: LK Österreich/ÖSTAT

Energieholz. Die Anlieferung von Energieholz ist aufgrund des hohen Angebotsdrucks praktisch nur im Rahmen bestehender Langfristverträge möglich. Die Standorte mit bestehenden Ökostrom-Einspeisetarifen sind bestens bevorratet. Werke, die aktuell nicht in den Genuss einer Ökostromförderung kommen, haben ihre Anlage vorübergehend stillgelegt oder bereits auf fossile Brennstoffe umgestellt. Hochqualitatives Brennholz für den Hausgebrauch wird hingegen rege nachgefragt.

LK Österreich/Red.

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