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Wie die Landwirtschaftskammer Österreich im Marktbericht September 2019 informeirt, ist der Kalamitätsholzanfall im In- und Ausland nach wie vor enorm.

Holzmarkt in Österreich

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich im Marktbericht September 2019 informeirt, ist der Kalamitätsholzanfall im In- und Ausland nach wie vor enorm. Dementsprechend sind die Standorte der österreichischen Sägeindustrie trotz Einschnitt an der Kapazitätsgrenze mehr als sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet.

Konkrete Abnahmezusagen können oft nicht mehr getätigt werden. Die meist streng kontingentierte Anlieferung führt zur verzögerten Abfuhr aus dem Wald. Wartezeiten von mehreren Wochen sind vor allem in den Kalamitätsgebieten keine Seltenheit. Zusätzlich erfolgt die Übernahme und Qualifizierung in den Sägewerken ausgesprochen streng, mit preislich erheblichen Abschlägen von bis zu 35,- €/Fm bzw. Abwertung zu Faserholz. Die Frischholzpreise haben nochmals nachgegeben und liegen österreichweit beim Leitsortiment Fichte B, 2b zwischen 60 und 82 €/Fm.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist weiterhin sehr gut mit Industrieholz versorgt. Neben den anfallenden Kalamitätsmengen, sorgt vor allem der hohe Einschnitt und daraus resultierende Sägenebenprodukte für volle Lager. Auch Außenlagerkapazitäten sind weitestgehend erschöpft. Vor allem in den Kalamitätsgebieten ist ein hoher Waldlagerstand, noch höher als bei Sägerundholz, zu verzeichnen. Die Preise für Industriefaserholz wurden abermals abgesenkt und liegen österreichweit zwischen 25 und 36 €/Fm. Entgegen der bisher üblichen Praxis wollen manche Industriebetriebe langfristige Verträge vermeiden. Der Absatz von Rotbuchenfaserholz ist zu reduzierten Preisen möglich.

Entwicklung des Fi./Ta. Faser-/Schleifholz-Mischpreises in Österreich 1995 bis September 2019. Grüne Linie: Faser-/Schleifholz-Mischsortiment; blaue Linie: 10-Jahres-Durchschnitt 2009 bis 2018. Quelle: LK Österreich/ÖSTAT

Hoher Angebotsdruck sowie geringerer Verbrauch infolge der fehlenden bzw. unzureichenden Länderregelungen bei der Ökostromförderung machen einen Absatz von Energieholz außerhalb von Langfristverträgen nahezu unmöglich. Hochqualitatives Brennholz für Kachelöfen u.ä. ist weiterhin sehr rege gefragt und erreicht auch ansprechende Preise.

Landwirtschaftskammer Österreich

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