ABO

Holzmarkt in Österreich

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich im Holzmarktbericht Mai 2019 informiert, bleibt der kalamitätsbedingte Angebotsdruck an Fichte aus dem In- und Ausland anhaltend hoch. Die dadurch verursachte massive Überversorgung der gesamten Holz verarbeitenden Industrie bleibt damit ebenso unverändert und führte nochmals zu einer weiteren, massiven Absenkung der bereits unattraktiven Rundholzpreise.

Beim Sägerundholz – vor allem aus den Borkenkäfer-Schadgebieten – wird äußerst streng sortiert und unüblich hohe Anteile als Faserholz übernommen. Der Holzfluss aus den angrenzenden Staaten blieb im Vergleich zum Vorjahr in Summe gleich auf höchstem Niveau. Die dadurch mitverursachte streng kontingentierte Zufuhr, sowie fehlende Absatzmöglichkeiten führen wieder zu rasch anwachsenden Waldlagern mit der bekannten Verschärfung der Forstschutzsituation. Aufgrund des nicht mehr beeinflussbaren Überangebotes an Fichte kann Weißkiefer nur mehr als Faserholz vermarktet werden. Nachfrage nach Rotbuchenfaserholz ist grundsätzlich vorhanden, aber auch hier stehen die Preise regional unter Druck.

Der Absatz von Energieholz ist äußerst angespannt. Die Lager der Werke sind sehr gut befüllt. Lieferungen außerhalb bestehender Verträge werden, wenn überhaupt, nur zu Abwehrpreisen übernommen. Hackgut schlechterer Qualität ist nahezu unverkäuflich. Einzelne KWK-Standorte haben ihren Betrieb vorübergehend stillgelegt, um die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen abzuwarten.

Red./LK Österreich

Auch interessant

von