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Auch wenn die derzeit stark eingeschränkt ist, ist der Anlieferungsdruck von Nadelsägerundholz zu den Sägewerken in Österreich hoch.

Holzmarkt in Österreich

Die Landwirtschaftskammer Österreich informiert im Marktbericht Februar 2019 über die Lage am Holzmarkt.

Auch wenn witterungsbedingt die Holzernte im Gebirge derzeit noch stark eingeschränkt ist, ist der Anlieferungsdruck von Nadelsägerundholz zu den Sägewerken aus dem In- und Ausland anhaltend hoch. Die Aufarbeitung von Schadholz in Südtirol ist voll angelaufen, das Rundholz in den Borkenkäfergebieten kann etwas zügiger abtransportiert werden. Die Sägewerke sind daher auch weiterhin ausgesprochen gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Über den Winter ist keine nennenswerte Entspannung eingetreten. Dementsprechend verhalten ist auch die Nachfrage. Der Peis für das Leitsortiment Fichte B, 2b liegt zwischen 80 und 90 €/Fm, in den Kalamitätsgebieten um bis zu 10 €/Fm darunter. C-Kreuz-Qualitäten sind mitunter nur zum Faserholzpreis absetzbar. Durch das kalamitätsbedingte Überangebot bei Fichte bleibt die Vermarktung von Kiefer weiterhin schwierig. Lärche hingegen hält ihr hohes Preisniveau bei sehr reger Nachfrage.

Die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sind entsprechend dem Überangebot ebenfalls sehr gut mit Nadelindustrierundholz gefüllt. Zusätzlich angebotene Mengen werden zumeist auch abgenommen, sofern Transportkapazitäten vorhanden sind.

Die Preise sind stabil. Rotbuchenfaserholz wird nach wie vor gut nachgefragt.

Der Energieholzmarkt bleibt österreichweit angespannt. Hohes Angebot trifft auf geringe Nachfrage bzw. gerät preislich unter Druck. Zahlreiche Ökostromanlagen sind vom Auslaufen der Einspeisetarife betroffen. Nachdem eine für den Weiterbetrieb dieser Anlagen notwendige dreijährige Übergangslösung im Bundesrat abgelehnt wurde, ist mittelfristig mit einer deutlichen Verschärfung der prekären Situation zu rechnen.

Bei den Wertholzsubmissionen in Österreich konnten wieder gute Ergebnisse erzielt werden. Die Nadelwertholzsubmission in Weer/Tirol erzielte für Fichte einen Durchschnittspreis von 157 €/Fm, Tanne 169 €/Fm und Lärche 258 €/Fm. Bei den Laubholzsubmissionen in Nieder- und Oberösterreich lag der Durchschnittspreis über alle Baumarten bei knapp 450 €/Fm. Das Höchstgebot erhielt ein Riegelahorn mit 3.800 €/Fm. Generell ist am Laubholzmarkt der Absatz problemlos möglich. Aufgrund der hohen Eichenpreise wird auch verstärkt Eschen- aber auch Buchensägerundholz nachgefragt. Bei Buche konnten Preissteigerungen von 2 bis 3 €/Fm umgesetzt werden.

Red./Landwirtschaftskammer Österreich

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