Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service

Holzmarkt in Österreich

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich im Holzmarktbericht August 2018 informiert, ist der Nadelsägerundholzmarkt weiterhin angespannt.

Ein Überangebot an Fichte, bedingt durch Sturm- und Borkenkäferholz aus dem In- und Ausland, beschert volle Rundholzlager in ganz Österreich. Die Zufuhr ist meist auch außerhalb der Schadgebiete restriktiv und nur mit Zufuhrscheinen möglich. Freie Holzmengen ohne Vertrag und Lieferprofil sind kaum abzusetzen. Wartungsstillstände bzw. Betriebsurlaube sowie fehlende Transportkapazitäten führen zum vermehrten Aufbau von Waldlager. Die Preise für Frischholz wurden weiter abgesenkt. Außerhalb der Schadgebiete wird das obere Preisband von 90 €/Fm jedoch nicht unterschritten. Der Abschlag für Cx-Sortimente beträgt unverändert bis zu 35 €/Fm. Neben Vorarlberg wurde auch in Oberösterreich an einem Sägestandort ein Nasslager zur qualitätserhaltenden Lagerung von Sägerundholz errichtet.

Die Vermarktung von Kiefer ist aufgrund des massiven Käferholzanfalles ebenfalls sehr schwierig. Einzig die Lärche ist weiterhin sehr rege und zu guten Preisen nachgefragt.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist zwar ebenfalls sehr gut mit Industrierundholz bevorratet, aber weiterhin für heimische Lieferungen voll aufnahmefähig. Die Preise sind auf niedrigem Niveau stabil. Rotbuchenfaserholz wird bei gleichbleibenden Preisen im üblichen Ausmaß nachgefragt.

Die Abnehmer von Energieholz sind in den Borkenkäfer-Schadgebieten sehr gut bevorratet. Im Süden Österreichs ist die Nachfrage weiterhin auf ansprechendem Niveau. Ungewiss ist die Zukunft vieler Heizkraftwerke, die aufgrund fehlender Nachfolgetarife im Ökostromregime ihren Betrieb einstellen könnten.

Landwirtschaftskammer Österreich

Auch interessant

von