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Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist zwar ebenfalls sehr gut mit Industrierundholz bevorratet, aber weiterhin für heimische Lieferungen voll aufnahmefähig.

Holzmarkt in Österreich

Wie die Landwirtschaftskammer Österreich im Holzmarktbericht Juni 2018 informiert, ist die Vermarktungslage am Nadelsägerundholzmarkt bei deutlich zu hohem Rundholzangebot schwierig. Die Rundholzlager an den Sägestandorten sind derzeit nur im Ausmaß der eingeschnittenen Rundholzmenge aufnahmefähig. Dementsprechend erfolgt die Zufuhr restriktiv und ist streng kontingentiert.

In Kombination mit zu geringen Transportkapazitäten auf Schiene und Straße bauen sich vor allem die kalamitätsbedingten Waldlager, die ein enormes Forstschutzrisiko darstellen, wieder rasch auf. Auch bei Mengen unter Vertrag müssen Wartezeiten von bis zu sechs Wochen eingeplant werden, Qualitätseinbußen sind vorprogrammiert. Bei Anhalten des übermäßig starken Holzflusses ist eine Entspannung frühestens Anfang des vierten Quartals d. J. zu erwarten. Vertragsfreie Mengen sind de facto nicht absetzbar. Aufgrund des massiven Angebots aus Importen und Inlandsmengen werden die Übernahmerichtlinien teilweise sehr streng ausgelegt. Es dürfte aber ausreichend Holz guter Qualität am Markt sein, da sich der Preis für das Leitsortiment Fichte, ABC, 2b um bis zu 3 €/Fm reduziert hat. Der Abstand zur C-Kreuz-Qualität beträgt rund 30 €/Fm. Alle Zusatzmengen aus Normalnutzungen und Gewitterstürmen belasten den völlig überlasteten Rundholzmarkt.

Die Vermarktung von Kiefer ist aufgrund des massiven Käferholzanfalles ebenfalls sehr schwierig. Einzig die Lärche ist weiterhin sehr rege und zu guten Preisen nachgefragt.

Die Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist zwar ebenfalls sehr gut mit Industrierundholz bevorratet, aber weiterhin für heimische Lieferungen voll aufnahmefähig. Wo Transportkapazitäten zur Verfügung stehen, wird bereitgestelltes Holz rasch abgefrachtet und übernommen. Die Preise sind auf niedrigem Niveau stabil. Rotbuchenfaserholz wird bei gleichbleibenden Preisen im üblichen Ausmaß nachgefragt. Der Absatz von Eschenfaserholz ist bei verschiedenen Abnehmern möglich.

Wie auch im Vormonat sind die Abnehmer von Energieholz in den Borkenkäfer-Schadgebieten sehr gut bevorratet. Zusätzliche Mengen können nur schwierig und zu reduzierten Preisen vermarktet werden. Hackgut minderer Qualität ist kaum abzusetzen. Im Süden Österreichs ist die Nachfrage weiterhin auf ansprechendem Niveau.

Die erste Generation Borkenkäfer ist bereits ausgeflogen. Es wird daher dringend empfohlen, die Bestände zumindest wöchentlich auf frischen Borkenkäferbefall zu kontrollieren und wirksame Forstschutzmaßnahmen zu treffen.

Landwirtschaftskammer Österreich

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