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Holzmarkt in Nordrhein-Westfalen

Aus Nordrhein-Westfalen wird berichtet, dass die lebhafte Nachfrage, die der Waldbesitz im vierten Quartal 2014 verspürte, auch zu Beginn dieses Jahres anhält, obwohl die Sägeindustrie glaubhaft versichert, dass die Auftragslage gegenwärtig relativ schlecht sei. Sowohl für Standardlängen und vor allem auch für Langholz gab es dem Vernehmen nach vor Weihnachten nahezu keine Aufträge. Andererseits hält sich der Privatwald seit einigen Monaten in der Holzbereitstellung zurück. So könnte das hohe Einkaufsinteresse eher „gefühlt“ als tatsächlich vorhanden sein, da sich die potentiellen Abnehmer bei diversen Anbietern um Rundholz bemühen, um nach Möglichkeit auch günstigere Konditionen zu erhalten. Hinzu kommt, dass bereits im ersten Quartal 2014 das Rundholzangebot aufgrund der lebhaften (vorgezogenen) Nachfrage deutlich erhöht und nun zum Jahresende konsequenterweise wieder reduziert wurde.Die Preise für Fichte 2b+ blieben mit 98,- bis 99,- €/Fm stabil. Douglasie ist landesweit betrachtet nur von untergeordneter Bedeutung und entspricht in ihrem Preisverhalten weitestgehend dem der Fichte. Das Einkaufsinteresse an Kiefernstammholz wird als konstant bezeichnet. In neueren Abschlüssen wurden die Preise aus dem vierten Quartal des vergangenen Jahres mit 76,- bis 80,- €/Fm für BC-Abschnitte 2b+ fortgeschrieben. Nicht nur Kiefer ist aus kalkulatorischen Gründen gefragt, auch für Lärche interessieren sich zwischenzeitlich mehr Abnehmer, wobei aus Gründen der Qualität und geringerer Ausbeute weniger bezahlt wird.Bei Eiche registriert der Waldbesitz ein lebhaftes Einkaufsinteresse. Die Nachfrage nach Buche ist in dieser Saison höher als vor einem Jahr, auch haben die Preise je nach Qualität bzw. Stärke um etwa 5 €/Fm zugelegt. Holz, das nicht als ausgesprochenes Energieholz verkauft wird, findet für 70,- €/Fm, vereinzelt auch zu höheren Preisen, Abnehmer. Für Schälholz ist kein Markt mehr vorhanden. Gute Pappel ist verhältnismäßig leicht absetzbar, auch im Export. Ähnliches gilt für Roteiche und Esche. Für die übrigen Edellaubhölzer sind die Absatzmöglichkeiten gering.Die Preise für die Lieferung von Nadelindustrieholz im ersten Halbjahr 2015 wurden auf etwa 40,50 €/Fm reduziert. Hauptgrund hierfür ist der hohe Anteil an Altholz, das in der Spanplattenindustrie mit dem Waldholz konkurriert. Je nach Transportentfernung kommen Abschläge von 2,50 bis 4,- €/Fm zum Tragen. Laubindustrieholz wird in aktuellen Verträgen preislich leicht höher bewertet. Dabei bleibt der Trend bestehen, geringerwertiges Stammholz als Energieholz zu klassifizieren und als solches zu vermarkten. In diesem Sortiment sind 65,- €/Fm nicht ungewöhnlich. Je nach Nähe zur Stadt variieren die Preise für Brennholz unverändert zwischen 50,- und 70,- €/Fm.

HMI

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