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Holzmarkt in Nordrhein-Westfalen

Im ersten Halbjahr und vor allem auch im ersten Quartal 2014 war in Nordrhein-Westfalen das Angebot an Nadelstammholz deutlich höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im diesjährigen Winter wurde aufgrund der Witterung vor allem im Privatwald viel Holz geschlagen. Einige Waldbesitzer und auch Marktbeobachter gehen daher davon aus, dass die hohe Rundholzbereitstellung im ersten Halbjahr zumindest zum Teil nur Vorzieheffekten geschuldet war und sich das Angebot im Laufe des kommenden Halbjahres wieder spürbar bis deutlich verringern könnte.
Die Nachfrage nach Nadelstammholz wird bei den meisten Sortimenten überwiegend als gut bzw. rege bezeichnet. Dabei erfolgt die Bereitstellung von Kiefer aufgrund der Bläuegefahr zurzeit nur in relativ geringem Umfang und wird dann auch zügig abgefahren. Nachdem etliche Verträge über Nadelstammholz Ende Juni auslaufen, kommt es zunehmend zu Verhandlungen über Anschlussverträge. Diskussionsbasis für die Preisgestaltung sind dabei vornehmlich die Vertragskonditionen, die zuletzt zwischen dem Landesbetrieb und einigen Abnehmern ausgehandelt wurden und im Vergleich zu den bisherigen Vereinbarungen Preisreduktionen um etwa 2 €/Fm vorsahen.
Das bisher angefallene Käferholz liegt in einem Rahmen, der kaum nennenswert ist. Lediglich aus der Eifel kamen vereinzelt Meldungen über Käferholz. Frische Ware wird allerdings weit überwiegend ohne Abschlag als BC-Ware auf bestehende Verträge geliefert. Lediglich trockenes oder verfärbtes Holz wird in die D-Klasse abqualifiziert.
Beim Industrieholz hat das Interesse der Abnehmer über alle Sortimente und Baumarten spürbar nachgelassen. In neuen Abschlüssen zwischen dem Landesbetrieb Wald und Holz und Abnehmern aus der Holzwerkstoffindustrie kam es zu Abschlüssen zur Lieferung im zweiten Halbjahr 2014. Für Fichte und Kiefer wurden dabei 42,50 €/Fm vereinbart, für Buche 51,50 €/Fm und für eine kleine Menge an Eiche 46 €/Fm. Anderes Hartlaubholz wurde zu 40 €/Fm und Kleinmengen an Pappel zu 26 €/Fm unter Vertrag genommen. Damit haben die Preise zwar deutlich nachgegeben, aber nicht so stark, wie ursprünglich erwartet.
Der Markt für die industrielle Verwertung von Energieholz ist angesichts der Lage für Sägenebenprodukte momentan auf ein Minimum gesunken. Ungebremst ist dagegen der Bedarf an Scheitholz für private Abnehmer, der nach wie vor mengenmäßig kaum zu bedienen ist.
Holzmarktinfo

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