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Holzmarkt in Niedersachsen

In Niedersachsen ist zwar eine gewisse Nachfrage nach Nadelstammholz weiterhin spürbar, doch nicht mehr so lebhaft wie noch im Frühjahr. Als Ursache wird im Meldenetz Holzmarktinfo.de Anfang Oktober unter anderem der Druck auf den Absatzmärkten der Sägeindustrie genannt, wobei neben der problematischen Situation bei den Sägenebenprodukten zunehmend auch Schwierigkeiten bei der Vermarktung der Hauptprodukte auszumachen sind. So werden Verhandlungen über neue Liefervereinbarungen teilweise vertagt oder gar abgebrochen.
Die Niedersächsischen Landesforsten haben die Preise für Fichtenstammholz um 2 bis 3 €/Fm zurückgenommen. Fichte BC erlöst in südlichen Landesteilen 94 bis 95 €/Fm für die Stärkeklasse 2b. Im Norden Niedersachsens werden eher Preise knapp über 90 € angelegt, nachdem hier der Preisdruck aus Skandinavien und Dänemark deutlicher spürbar ist. Die Rundholzanbieter sind bestrebt, die Stärkeklassenabschläge in Höhe von 6 bis 7 € je Fm beizubehalten, was angesichts der massiven Forderungen der Sägeindustrie nach Abschlägen von 10 €/Fm recht schwierig ist.
Als preisgünstiges Substitut ist Kiefernstammholz zurzeit gefragter als Fichte, aber auch hier gestalten sich die Verhandlungen schwieriger. Nachdem einige Abnehmer zunehmend in Engpässe geraten, wird der Druck auf die Rundholzanbieter weitergereicht, so dass es auch bei dieser Holzart zu leichten Preisrücknahmen kommen dürfte.
Nadelholz in Verpackungsqualität wird seit einiger Zeit stabil zu Preisen um 35 €/Rm gehandelt, wobei je nach Transportentfernung die Preise um 1 bis 1,50 € nach unten oder oben abweichen. Mit einem namhaften Abnehmer wurde die Lieferung von Buche für die anlaufende Saison vereinbart. Je nach Stärkeklasse wurden Preise von Mitte bis Ende 60 €/Fm vereinbart. Hinzu kommen gestaffelte Frühlieferboni, die die ausgehandelten Preise deutlich überlagern. Durch diese Frühlieferprämien sollen logistischen Engpässen entgegengewirkt und Mehraufwändungen bei der Holzernte/Bringung ausgeglichen werden.
Noch existieren keine konkreten Vereinbarungen, doch verstärkt sich das Interesse an guten Eichen-Qualitäten. Qualitativ hochwertiges Holz soll auf den Wertholzterminen vermarktet werden.
Der Industrieholzmarkt ist relativ ruhig. Laubholz ist bis zum Jahresende unter Vertrag. Einige Anbieter gehen davon aus, dass die Preise für Laubholz stabil bleiben werden, für Nadelholz wird von Preiskonstanz bis hin zu leichten Anhebungen gerechnet.
Holzmarktinfo.de/HMI-Meldenetz, Landesforsten

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