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Holzmarkt in Hessen

Bereits in den Sommermonaten wurden in Hessen größere Mengen an Fichtenstammholz zur Lieferung bis zum Jahresende unter Vertrag genommen, wobei auch aus Sommer- und Gewitterstürmen gewisse Mengen angefallen sind. Für das Leitsortiment BC 2b wurden meist Preise zwischen 92 und 93 €/Fm, manchmal auch 91 bis 92 €/Fm vereinbart. Bisher wurde auf die Verträge nur Windwurfholz, Käferholz sowie einzelne Sondersortimente geliefert. Nachdem der Bedarf an Frischholz jedoch unübersehbar ist, wurde nun der Einschlagsstopp, der nach Niklas erfolgte zum 1. Oktober aufgehoben.
Die Abnehmer von Kiefernstammholz, die sich aus kalkulatorischen Gründen auch mit größeren Mengen an Fichte eingedeckt haben, sind vielfach noch gut versorgt. Nachdem die Preise auch in den Nachbarländern deutlich gesunken waren, versuchen die Abnehmer, den Druck auf die Preise zu halten. Für Lieferung bis zum Jahresende wurden für größere Mengen an Langholz und Abschnitten BC-Holz Preise zwischen 76 und 78 €/Fm vereinbart. Obwohl die Preise hierbei bereits um rund 2 €/Fm nachgegeben haben, fordern die Abnehmer für weitere Mengen weitere Preiszugeständnisse um 4 bis 5 €/Fm. Die Anbieterseite rechnet dagegen damit, dass vor allem im kommenden Jahr die Nachfrage nach Kiefernstammholz deutlich steigen wird und lehnt die geforderten Preisnachlässe ab.
Das Interesse an Douglasie ist weiter gestiegen, die Preise für BC-Holz der Stärkeklasse 2b liegen mittlerweile zwischen 103 und 105 €/Fm. Für die Lieferung nennenswerter Mengen an Lärche wurden bis zum Ende des ersten Halbjahres 2016 Preise von 90 €/Fm für Stammholz der Güte BC und der Stärkeklasse 2b vereinbart. Größere Mengen an Nadelholzpalette wurden bis zum Jahresende zu 64 €/Fm abgesetzt.
Aufgrund der hohen und frühen Nachfrage nach Buchenstammholz sind die Preise um 1 bis 5 €/Fm, im Mittel über alle Sortimente um rund 3 €/Fm gestiegen. Hinzu kommen noch Frühlieferprämien, die je nach Abnehmer mehr oder weniger deutlich über denen vom vergangenen Jahr liegen. Die Nachfrage übersteigt gegenwärtig das mögliche Angebot. Diese Situation könnte sich in den kommenden Jahren angesichts zusätzlicher Flächenstilllegungen weiter verschärfen. Der Waldbesitz legt Wert darauf, zunächst die heimische Industrie zu versorgen, weswegen nur vergleichsweise geringe Mengen exportiert werden. Auch für Exporthölzer sind die Preise um etwa 3 €/Fm gestiegen.
In ersten Abschlüssen über Eichenstammholz konnten nachfragebedingt leichte Preisanhebungen durchgesetzt werden. Auch für C-Holz und D-Ware müssen die Abnehmer etwa 5 % mehr anlegen.
Die Nachfrage nach Esche und Edellaubholz ist normal, die Preise tendieren weitgehend konstant.
Während bei Laubindustrieholz die bestehenden Verträge noch bis zum Jahresende beliefert werden, kam es bei Nadelindustrieholz FK zu neuen Abschlüssen zu etwas reduzierten Preisen von 24,50 €/Rm bzw. 81 bis 82 €/t atro.
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