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Holzmarkt in der Schweiz

Wie aus dem aktuellen Bericht der Holzmarkt Ostschweiz AG hervorgeht, ist die Nachfrage nach frischem Nadelrundholz sehr hoch. Verschiedene Ostschweizer Betriebe benötigen laufend Frischholz. Die Waldwirtschaft sollte die Zeit nutzen und bei Nachfrage Holz bereitstellen.
Die Richtung stimmt
Die Auftragslage der Ostschweizer Sägewerke ist gut bis sehr gut. Je nach Sortiment und Auftrag können auch schon einmal kleinere Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Diese sind aber aufgrund einer Verknappung seitens der Schnittholzmengen zurückzuführen. Falls die Situation nicht abrupt ändert, dürfte sich die Lage auch bei den regionalen Verarbeitern zunehmend bessern. Die Preisanstiege in Deutschland und Österreich, im Bereich Brettschichtlamellen, ermöglichen es nun auch den Schweizer Produzenten wieder Brettschichtholz zu produzieren und entschärfen die angespannte Situation. Von einem Rekordhoch ist die Branche aber noch weit entfernt. Aber die Richtung stimmt.
Die Vorbereitungen in den Wäldern laufen und auch im Privatwald wird bereits viel Holz angezeichnet. Das frühe positive Signal der Ostschweizer Holzindustrie und deren Preiserhöhung um 5 CHF/Fm sind im Wald angekommen und werden als klares Zeichen anerkannt. Die Preise haben sich somit zum Vorjahresvergleich um 9 CHF erhöht. Es darf von einer durchaus positiven Stimmung gesprochen werden.
Preis-Überblick
Nadelholz. Aus den aktuellen Richtpreisempfehlungen Stand September 2013 beim Trämel: Fichte B 3a bis 4b 119 CHF, Fichte C 3a bis 4b 95 CHF. Das Leitsortiment Fichte L1 2b B-Qualität liegt bei 115 CHF. Die Tanne wird zu 5 bis 15 CHF tieferen Preisen gehandelt. Die Preise gelten ab Waldstraße.
Laubholz. Die Situation auf dem Laubholzmarkt hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert. Große Sorgen bereitet weiterhin die Buche. In größeren Mengen sind die Qualitäten B und C kaum absetzbar. Guten Absatz finden Esche, Eiche und Ulme. Der Ahorn ist vor allem in den Furnierqualitäten gut verkäuflich. Auch Nussbäume sowie sämtliche Obstbaumarten sind gesucht. Der Kirschbaum wird wenig nachgefragt.
Brenn- und Industrieholzsortimente. Es herrscht große Nachfrage. Hier werden sehr gute Preise erlöst. Auch bestehen zurzeit kaum Mengenbeschränkungen. Bei Buchen- Industrieholzschwellen in den Längen 4 bis 6 m, Durchmesser 25 cm+ wird zurzeit ein Preis von 70 CHF/Fm, bahnverladen bezahlt. Für Brennholz gemischt, in Kranlänge 4 bis 6 m wird ein Preis von 46 CHF/Fm bezahlt und für reine Buchenlose liegt der Preis bei 51 CHF/Fm ab Waldstraße.
Der Bedarf an sämtlichen Industrieholzsortimenten ist sehr gut. Alle Werke benötigen frisches Schleifholz. Vor allem die Papierindustrie ist in den nächsten Monaten dringend auf Frischholz angewiesen.
Waldzertifizierung professionalisiert und Kosten gesenkt
 
Die Ostschweizer Waldeigentümer schlossen sich im Jahr 2012 zusammen und bildeten für die Umsetzung einer gemeinsamen Waldzertifizierung die Waldzertifizierungsgruppe Ostschweiz. Im Frühjahr 2013 fanden die externen Audits statt (Firma IMO swiss AG). Bis Ende Oktober 2013 wird das neue FSC-Zertifikat fristgerecht eingeführt. Die Gruppenzertifizierung beinhaltet die Waldflächen der Kantone St.Gallen, Thurgau, Appenzell AR/AI und das Fürstentum Liechtenstein. Insgesamt sind 93857 ha erfasst, wovon 81718 ha nach FSC zertifiziert sind.
Mit dem Ostschweizer Zusammenschluss konnte das Gruppenmanagement professionalisiert und die Gesamtkosten um etwa 20 % reduziert werden.
Holzmarkt Ostschweiz AG

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