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Holzmarkt in der Schweiz

Gemäß dem Bundesamt für Statistik wurde in der  Schweiz im Jahr 2015 1.82 Mio. Fm Rundholz eingeschnitten. Dies sind 2 % weniger als 2014. Davon entfielen 1,71 Mio. Fm auf Nadelholz und 111.000 Fm auf Laubholz. In den Vorkrisenjahren 2007 lag die Einschnittmenge noch bei 2,5 Mio. Fm. Das in der Schweiz produzierte Schnittholz kann den heutigen Inland bedarf bei weitem nicht mehr decken. Die benötigten Mehrmengen werden aus dem angrenzenden Ausland importiert.

Schwierige Marktlage

Wie die Schweizer Holzmarkt Kommission informiert, hat sich der ausländische Konkurrenzdruck weiter verstärkt, so dass trotz dem etwas besseren Währungsverhältnis kein Raum für Preiserhöhungen gegeben ist. Aufgrund der unverändert schwierigen Marktlage einigte sich die Schweizer Holzmarkt Kommission auf die Beibehaltung der Preisempfehlungen von Januar 2016.

In vielen Regionen wurde während des Winters weniger Holz eingeschlagen als in den Vorjahren. Die einheimischen Verarbeiter wurden dennoch ausreichend beliefert. Das tiefere Angebot ging hauptsächlich zu Lasten der Exporte.

Schweizer Wertschöpfungskette hat sich bewährt

In einigen Regionen ist durch die rückläufige Bautätigkeit im Wohnungsbau auch das Absatzvolumen für Holzprodukte kleiner geworden. Die Verarbeiter setzen jedoch weiterhin und oft erfolgreich alles daran, ihre Marktanteile zu halten oder auszubauen. Dank der gemeinsamen Anstrengungen von Waldwirtschaft und Holzindustrie ist es gelungen, die Marktanteile von Schweizer Holz zu halten.

Die 2015 massiv verstärkte gemeinsame Kommunikations-Offensive für das Herkunftszeichen Schweizer Holz und für Holzerzeugnisse aus der Schweizer Wertschöpfungskette hat sich bewährt und wird auch 2016/2017 intensiv weitergeführt. Die Wald- und Holzwirtschaft will bei gemeinsamen politischen Anliegen den Schulterschluss verstärken, um gegenüber Politik und Verwaltung mit einer Stimme zu sprechen.

Keine großen Käferholzschäden erwartet

Die Marktpartner der Ostschweiz trafen sich am 20. Juni in Winterthur zur Beurteilung der aktuellen Holzmarktsituation. Bislang ist weniger Käferholz angefallen als erwartet wurde. Setzt sich dieser Trend fort, ist die Holzindustrie nach den Sommerferien wieder aufnahmefähig und auf Frischholz-Lieferungen angewiesen. Die Versorgungslage der inländischen Sägewerke ist zurzeit normal. Die Experten gehen davon aus, dass die großen Käferholzschäden ausbleiben werden und sich nach den Sommerferien die ersten Engpässe bei Frischholz zei werden.
Der Bedarf an Frischholz wird ab Mitte August von den meisten Sägewerken als groß eingeschätzt. Für die erfolgreiche Aktivierung der Frischholzmengen ist aber eine Erhöhung der Rundholzpreise zwingend notwendig.
Industrieholz
Die Industrieholzwerke sind gut mit Rohstoff versorgt. Bei Kronospan laufen die Übernahmen etwas gedrosselt, aber kontinuierlich. Beim einzigen Schleifholzwerk, der Perlen Papier, sind Schleifholzlieferungen nur bedingt möglich. Über die Sommermonate werden die Nasslagermengen reduziert und eine normale Anlieferung von frisch geschlagenem Schleifholz wird voraussichtlich erst wieder im Oktober möglich sein. Die Export Industrieholz Sortimente laufen ohne Kontingentierung.
Holzmarkt Ostschweiz AG/Red.

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