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Holzmarkt in der Schweiz

Im 1. Quartal 2014 hat Österreich etwa 41.000 Fm Nadelrundholz aus der Schweiz importiert. Damit dürfte jeder zweite Kubikmeter Schnittholz, welcher von Österreich in die Schweiz importiert wird, aus Schweizer Herkunft stammen. So die Einschätzung der Experten von der Holzmarkt Ostschweiz AG.
An ihrem Treffen vom 16. Juni 2014 in Winterthur ging es den Holzmarktpartnern der Ostschweiz einerseits um die Beurteilung der Schlagkampagne 2013/14, aber auch um einen Ausblick auf den Rundholzmarkt nach der Sommerpause.
Die Preisstabilität hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Insbesondere in den Kantonen St. Gallen und Zürich ist im Privatwald mehr Holz genutzt worden, als erwartet worden war. Die Ostschweizer Säger sind in der Folge über den Sommer relativ gut mit Holz versorgt.
Beim Nadelholz mausert sich das Langholz zum Nischenprodukt mit attraktivem Erlös. Das Laubholz erzielte höhere Preise als erwartet, allerdings noch immer auf sehr tiefem Niveau. Frisches Nadelholz ist nach den Sommerferien zu stabilen Preisen gefragt.
Die meisten Ostschweizer Betriebe melden eine Bevorratung von 1 bis 5 Monate. Die Auftragslage ist trotz der anstehenden Sommerferien gut. Die größeren Betriebe suchen bereits ab Mitte August wieder größere Mengen Schwach- und Starkholz. Auch die Nachfrage von Exportsortimenten nach Österreich und Deutschland dürften wieder stark zunehmen.
Die Holzindustrie hat Stabilität bei der Preisgestaltung angekündigt. Somit sind keine Preisrückgänge zu erwarten. Einzelne Verarbeiter bieten nach den Sommerferien einen Frühlieferbonus für frisches Holz bis Ende September. Falls die gute Nachfrage bestehen bleibt und der Schnittholzpreis einen leichten Aufwärtstrend zeigt, sind auf das 4. Quartal kleine Preiserhöhungen von 1 bis 3 Franken pro Festmeter denkbar. Mitentscheidend für eine mögliche Rundholzpreiserhöhung ist die Währungsrelation zwischen EUR und CHF.
Die aktuelle Käferholzsituation ist noch nicht kritisch. Aufgrund der heiklen Ausgangslage empfiehlt es sich aber, die Käfersituation gründlich und laufend zu beobachten. Der Marktpreis für verblautes Käferholz liegt zwischen 80 bis 990 Franken.
Große Nachfrage herrscht bei den Brenn- und Industrieholzsortimenten. Hier werden sehr gute Preise erzielt. Auch bestehen zurzeit nur kleinere Mengenbeschränkungen. Für Brennholz gemischt, in Kranlänge 4 bis 6 m wird ein Preis von 52 CHF/Fm bezahlt und für reine Buchenlose liegt der Preis bei 55 CHF/Fm ab Waldstraße. Über die Sommermonate wird auch vermehrt frisches Schleifholz gesucht.
Red./Holzmarkt Ostschweiz AG

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