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Empfehlungen der Holzproduzenten der Nordwestschweiz zum Rundholzverkauf 2013/2014. Quelle: BWSo

Holzmarkt in der Nordwestschweiz

Die Holzproduzenten der Nordwestschweiz (Kantone Aargau, beide Basel, Bern und Solothurn) erwarten wieder steigende Holzpreise. Mit gemeinsamen Marktempfehlungen wollen die Holzproduzenten ihre Position auf dem Holzmarkt stärken. Denn damit die Waldeigentümer die naturnahe Bewirtschaftung und die Leistungen des Waldes für Pflanzen und Tiere sowie die Erholung weiterhin erbringen können, sind sie auf steigende Holzpreise angewiesen.
Die naturnahe Bewirtschaftung der Waldflächen garantierte in der Vergangenheit den einfachen Zugang und den sicheren Aufenthalt im Wald. Stetig steigende Kosten bei gleichzeitig sinkenden Holzerlösen, machen es den Waldeigentümern aber immer schwerer, diese Leistungen weiterhin in der gleichen Qualität zu erbringen. Im Mittelland und im Jura decken die Holzerlöse noch immer 75 bis 85 % der Kosten für die Waldpflege. Mit den gemeinsamen Holzmarktempfehlungen wollen die Holzproduzenten dem Druck auf die Holzpreise entgegentreten.
Marktaussichten
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in den südlichen Euroländern belasteten noch immer die anstehenden Preisverhandlungen, auch wenn der Euro-Kurs dank der Intervention der Schweizer Nationalbank seit zwei Jahren stabil geblieben ist. Das tiefe Zinsniveau und die hohe Nachfrage nach Wohnraum sorgen zwar für ein anhaltend gutes Auftragsvolumen in der Schweizer Bauwirtschaft. Aber die einheimischen Sägereien stehen unter unverändert hohem Druck durch günstige Importe. Dennoch sind die Sägereien mehrheitlich gut ausgelastet. Der Bedarf an Nadelstammholz bewegt sich über dem Niveau der Vorjahre und die Rundholzpreise zeigen wieder eine positive Tendenz. Den Holzproduzenten wird deshalb empfohlen, nach Möglichkeit die Nachfrage zu Marktpreisen zu befriedigen.
Weiterhin unbefriedigend sind die Marktaussichten beim Laubstammholz. Der Mangel an aufnahmefähigen Laubholzsägereien in der Schweiz und die lahmende Wirtschaft in unseren süd-lichen Nachbarländern führen dazu, dass auch mittlere Qualitäten nur zu sehr tiefen Preisen abgesetzt werden können. Der Markt für Buchen-Stammholz zeigt nur schwache Erholungstendenzen. Im Mittelland und Jura, wo Waldstandorte mit einem hohen natürlichen Laubholzanteil dominieren, ist diese Entwicklung besorgniserregend.
Positiv entwickelt sich dagegen weiterhin die Nachfrage nach Energieholz. Die großen Heizkraftwerke in Basel, Zürich und Bern können große Mengen aufnehmen. Weitere Holzenergieanlagen sind in Planung und werden den Markt weiter beleben. Wo noch bedeutende Waldlager vorhanden sind und keine Abnahmevereinbarungen bestehen, ist der Absatz aber dennoch vor dem Einschlag sorgfältig abzuklären. Die gesteigerte Nachfrage nach Industrieholz muss sich auch auf das Preisniveau beim Energieholz positiv auswirken.
Durch ein geschlossenes Auftreten und möglichst große Markttransparenz wollen die Holzproduzenten der Nordwestschweiz ihre Interessen am Markt durchsetzen. Die gemeinsamen Preisempfehlungen sollen sie dabei unterstützen. Entwickelt sich der Markt in der kommenden Saison entgegen den Erwartungen, werden auf Anfang 2014 aktualisierte Empfehlungen veröffentlicht.
Bürgergemeinden und Waldeigentümer Verband Kanton Solothurn BWSo
Empfehlungen der Holzproduzenten der Nordwestschweiz zum Rundholzverkauf 2013/2014. Quelle: BWSo 2013

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