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Holzmarkt in der Schweiz

Mit Blick auf den erstarkten Euro und die guten Konjunkturprognosen erwarten die Holzproduzenten, nach einer mehrjährigen Schwächephase, für die kommende Einschlagsaison wieder deutlich höhere Rundholzpreise. Trotz der positiven Aussichten soll der Holzmarkt aber nicht durch ein Überangebot belastet werden.

Der Euro ist in den vergangenen Monaten deutlich erstarkt. Seit August bewegt sich der Kurs stabil über der Marke von 1,14 Franken. Damit hat sich der Preisdruck durch importierte Schnittwaren spürbar reduziert und die Produkte der einheimischen Säger sind wieder konkurrenzfähig. Gleichzeitig haben sich auch die Voraussetzungen für den Export von Laubrundholz wieder verbessert. Die Konjunkturprognosen sind sowohl für die Schweiz als auch für unsere wichtigsten Handelspartner positiv. Die Weltwirtschaft hat zu einem stabilen Wachstum zurückgefunden.
Dabei profitiert der Holzmarkt von der gesteigerten Nachfrage nach Schweizerholz und der zunehmenden Bedeutung von Holz im Bauwesen. Dank der wieder auf ein vertretbares Niveau gesunkenen Transportpreise entwickelt sich auch der Export in den asiatischen Raum positiv.

In einzelnen Regionen der Schweiz sind zwar bedeutende Käferholzmengen zu bewältigen, die Zwangsnutzungen dürften den Markt zu Beginn der Schlagsaison aber kaum stark belasten. Bei guter Auftragslage sind die einheimischen Sägereien normal versorgt und die Nachfrage nach frischem Rundholz ist hoch.
Nach dem massiven Preiseinbruch im Januar 2015, als Folge der Freigabe des Frankenkurses, können die Holzproduzenten deshalb für die kommende Einschlagsaison wieder mit deutlich besseren Rundholzpreisen rechnen. Erwartet wird eine Erhöhung von mindesten 5 Franken pro Festmeter.

Mit der Schließung der Papierfabrik in Utzenstorf ist ein weiterer Abnehmer für Industrieholz weggefallen. Gleichzeitig nimmt jedoch der Energieholzverbrauch weiter zu. Der Preisindex für Energieholz ist zwar stabil, bewegt sich aber noch immer auf tiefem Niveau. Holz ist ein wertvoller Rohstoff. Vor der energetischen ist deshalb immer eine stoffliche Nutzung anzustreben.

Holzproduzenten der Nordwestschweiz (Aargau, beide Basel, Bern und Solothurn)

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