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Holzmarkt in Bayern

Das StMELF Bayern fasst im Bericht für das erste Quartal 2020 Entwicklungen am Holzmarkt zusammen. Die Situation am Holzmarkt war weiterhin stark angespannt. Der hohe Anfall an Kalamitätshölzern in Bayern in Verbindung mit hohem Importdruck aus den benachbarten Bundesländern und angrenzenden EU-Staaten beeinflussten hier negativ.

Während zu Beginn des Quartals frisches Fichtenholz (Fi SL B/C; 2b) zwischen 65 und 75 €/Fm vermarktet werden konnte, gaben die Preise zum Ende des Quartals erheblich nach. Fichtenlangholz in B-Qualität hat ebenfalls an Wert eingebüßt und liegt bei einer verhaltenen Nachfrage zwischen 70 und 90 €/Fm. Die Abschläge für schlechte Käferqualitäten bewegten sich in den meisten Fällen auf dem bekannten Niveau von 20 bis 30 €/Fm. Kiefer war weiterhin nur schwer zu vermarkten und wurde im Preis analog zur Fichte nach unten korrigiert, was Auszahlungspreise zwischen 50 und 65 €/Fm für Abschnitte (FL B/C; 2b) bedeutete.
Die Nachfrage nach qualitativ guten Douglasien und Lärchen war weiterhin hoch. Hier konnten Stammholzpreise (2b+ in Güte B) zwischen 105 und 120 €/Fm erzielt werden.

Buchenrundholz wurde auf Basis der in 2019 für die Einschlagssaison abgeschlossenen Verträge planmäßig vermarktet. Eiche (L 4; B) erzielte zwischen 330 und 365 €/Fm. Für stärkere Dimensionen wurden Preise zwischen 400 und vereinzelt 500 €/Fm ausbezahlt.

Die Vermarktung von Nadelindustrieholz bleibt aufgrund des hohen Angebotsdrucks im Markt weiterhin schwierig. Die Abnahme von vereinbarten Mengen verläuft nur stockend.
Papierholz (IS N) aus allen Waldbesitzarten konnte vielerorts zu den aus dem Vorquartal gültigen Konditionen vermarktet werden. FK-Qualitäten waren schwer zu vermarkten und erzielten im Spotmarktgeschäft nur noch Preise unter 20 €/Rm frei Waldstraße.

Nachfragebedingt war beim Brennholz ein leichter Anstieg der Preise zu registrieren. Die Konkurrenz zum Laubzellstoffsektor eröffnete hier etwas bessere Vermarktungsmöglichkeiten.

Bei Waldhackschnitzeln war eine relativ große Preisspanne von 65 €/t-atro bis über 90 €/t-atro zu beobachten. Regionale Unterschiede bei den Vermarktungsmöglichkeiten haben sich hier im Vergleich zum Vorquartal verstärkt.

StMELF Bayern/Red

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