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Holzmarkt in Bayern

Das StMELF Bayern fasst im Bericht für das vierte Quartal 2019 Entwicklungen am Holzmarkt zusammen. Ein Auszug.

Auch im letzten Quartal des Jahres 2019 beschränkte sich der Nadelholzeinschlag in den meisten Fällen auf die Aufarbeitung von Kalamitätsholz. Wie durch die Witterung im zweiten und dritten Quartal zu erwarten, blieben auch im vierten Quartal im südlichen Oberbayern und Schwaben die befürchteten Käferholzmengen aus. Im Osten und Norden des Freistaates hat sich die Situation leider nicht verbessert und die Käferholzmengen blieben entsprechend hoch. ln einigen Regionen war die Abfuhr- und Vermarktungssituation weiterhin so schlecht, dass befallene Hölzer teilweise nicht mehr aufgearbeitet wurden. Der Laubholzeinschlag konnte aufgrund der vielerorts noch laufenden Käferholzaufarbeitung nur teilweise planmäßig begonnen werden.

Nadelstammholz. Die Preise für frische Fichtenabschnitte zeigten sich im vierten Quartal 2019 weiter differenziert. Während die Preise für frische Fichte (FL, B/C. 2b+) in Nordbayern teilweise noch stark unter Druck standen, konnten in Südbayern teilweise auch Preisverbesserungen um bis zu 12 €/Fm auf ein Preisniveau bei 75 €/Fm erreicht werden. Langhölzer guter Qualität (B) konnten im Privatwald für 83 bis 86 €/Fm verkauft werden. Die Käferabschläge liegen zwischen 20 und 30 €/Fm vom Frischholzpreis. Schlechtere bzw. ältere Käferholzstämme und D-Hölzer liegen im Privatwald in einigen Regionen preislich mit 25 bis 30 €/Fm an der Grenze zu den Aufarbeitungskosten. Erschwerend kommt hinzu, dass einige Abnehmer die üblichen Stärkeklassenabschläge von 8 bis 10 €/Fm auf teilweise 15 €/Fm erhöht haben. Kiefer konnte aufgrund des Überangebotes an Käferholz nur sehr schwierig und mit entsprechenden Preiszugeständnissen vermarktet werden. Preise für Abschnitte (FL B/C; 2b) lagen zwischen 50 und 65 €/Fm frei Waldstraße und vereinzelt auch darunter.

Laubstammholz. Die Preise beim Eichenstammholz konnten nicht in Gänze auf dem Niveau des Vorjahres fortgeführt werden. Eine leichte Eintrübung beim Export in den asiatischen Raum führte vor allem im schwächeren C-Holz-Sortiment zu einer Reduzierung der Preise. Gute Qualitäten mit entsprechend hohen Durchmessern blieben im Preis stabil hoch. Eiche B in der 4. Stärkeklasse erzielte zwischen 350 und 365 €/Fm frei Waldstraße. Die Preise für Buchenstammholz konnten für die Laubholzsaison 2019/2020 weitestgehend fortgeschrieben werden. B-Buche (L4) konnte je nach Liefertermin zwischen 90 und 120 €/Fm vermarktet werden. C/D-Qualitäten wurden meist unabhängig von der Stärkeklasse zwischen 55 und 65 €/Fm gehandelt. Die aus den Vorjahren vorgeschädigten und im Laufe des Jahres 2019 unter Trockenstress gelittenen Buchen verursachten erhebliche Probleme bei der Qualität und konnten häufig nicht mehr als Stammholz vermarktet werden. Einige Forstbetriebe hatten somit Probleme, ihre Stammholzmengen bereitzustellen. Die Eschen-Nachfrage vor allem im Norden Bayerns war erfreulich, was sich in den Auszahlungspreisen deutlich widerspiegelte. Für B-Qualtäten L 4 bis L 6 wurden zwischen 105 und 130 €/Fm angelegt.

Industrieholz. Bei den Vertragsabschlüssen für den Privatwald mit einem großen Abnehmer der Papierindustrie für 2019/2020 hat sich das Preisniveau für Nadelschleifholz um etwa 15 % reduziert. Der Abnehmer zahlt an die Vereinigungen im Süden und in der Mitte Bayerns für Fichte und Tanne der Qualität ISN in den Längen 2 m und 3 m 28,50 €/Rm und für Ober- und Unterfranken aufgrund der weiteren Entfernung 25,50 €/Rm. Nadelindustrieholz in FK-Qualität war nur sehr schwierig zu vermarkten.

Red./StMELF Bayern

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