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Holzmarkt in Bayern

Über den Rohholzmarkt im ersten Quartal 2017 informiert das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF). Beim Nadelstammholz haben die meisten Verträge eine Laufzeit bis zum Quartalsende oder darüber hinaus, was zu keinen wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum vierten Quartal 2016 führte.
Aufgrund des verhaltenen Einschlags – vor allem im Privatwald – gab es eine starke Nachfrage nach frischem Fichtenholz. Fichtenabschnitte Stärkeklasse 2b und Güte B/C hatten über alle Waldbesitzarten hinweg ein Preisniveau zwischen 86 und 95 €/Fm frei Waldstraße. Für Fichtenstammholz in Güte B wurden vielerorts wieder bis zu 100 €/Fm ausbezahlt, wobei die Nachfrage im Vergleich zu den Vormonaten bayernweit deutlich gesunken ist. Bei den Käferholzabschlägen waren ebenfalls starke Preisunterschiede zwischen 12 und 20 €/Fm zu verzeichnen.
Douglasien- und Lärchenlangholz in B-Qualität wurde mit bis zu 115 €/Fm gehandelt. Beim Kiefernholz herrschte eine verhaltene Nachfrage; Abschnitte (FL B/C, 2b) lagen zwischen 68 und 73 €/Fm frei Wald. D-Holz wurde zwischen 50 und 60 €/Fm über alle Stärkeklassen verkauft.
Beim Buchenstammholz B in der 4. bis 6. Stärkeklasse waren Preisunterschiede zwischen Nord- und Südbayern zu beobachten. Während in Unterfranken zwischen 100 bis knapp 130 €/Fm gezahlt wurde, waren es in Südbayern 80 bis 105 €/Fm. Für C-Qualitäten in den gleichen Stärkeklassen wurden 65 bis 78 €/Fm ausbezahlt.
Die Nachfrage beim Eichenstammholz war nach wie vor ungebremst. Für Eiche LB 4 bis 6 wurden teilweise bis knapp 400 €/Fm (vereinzelt 450 €/Fm) und für C-Qualitäten zwischen 125 und 150 €/Fm gezahlt.
Am Industrieholzmarkt waren auch im ersten Quartal 2017 keine wesentlichen Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr zu verspüren. Im Privatwald galt für Fichtenschleifholz (IS N) weiter der im Oktober 2016 verhandelte Auszahlungspreis von 32,50 €/Rm frei Waldstraße. Für schlechtere Qualitäten (IS FK) wurden nur noch knapp über 20 €/Rm ausbezahlt. Beim Buchenindustrieholz (IL) konnten die Preise von unter 40 €/Fm zu Beginn des Quartals leicht angehoben werden und erreichten in der Spitze wieder über 45 €/Fm. V
Die anhaltend niedrigen Temperaturen im Januar und Februar konnte den bis dahin verhaltenen Markt für Energieholz leicht beleben. Vor allem in den Ballungsräumen stiegen die Preise für ofenfertiges Brennholz an.
Für Hackschnitzel aus Waldrestholz reichte die Preisspanne von knapp unter 70 bis 76 €/t atro frei Werk.
Am Pelletmarkt war ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen, was Preiserhöhungen im unteren einstelligen Prozentbereich zur Folge hatte.
StMELF/Red.

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