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Holzmarkt in Bayern

Der Markt für Nadelstammholz war im zweiten Quartal 2015 nach Information bayerischer Waldbesitzer (Bayerischer Waldbesitzerverband, Bayerische Staatsforsten AöR, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) deutlich durch den Windwurf in Südbayern geprägt, obwohl der Sturmholz-Anfall mengenmäßig verhältnismäßig gering war. Aus Sicht der Waldbesitzer kam der Sturm „Niklas“ zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt: Viele Verträge waren zum 31. März ausgelaufen. So kam es bei vielen neu abgeschlossenen Kontrakten zu erheblichen Preisminderungen bei Fichtenstammholz von bis zu 20 €/Fm.
Entgegen dem sonst üblichen Nord-Süd-Gradienten war im zweiten Quartal das Preisniveau im nördlichen Bayern oft deutlich höher als im Süden. In Nordbayern wurde für Fichtenstammholz der Stärkeklasse 2b und Güteklasse B/C 92 bis 100 €/Fm frei Waldstraße ausbezahlt. Im südbayerischen Raum konnte zwar ein Teil des Sturmholzes auf laufende Verträge geliefert werden. Bei neu abgeschlossenen Sturmholzverträgen wurde für Fichtenstammholz (B/C 2b) etwa 80 €/Fm frei Waldstraße ausgehandelt. Für D-Holz aller Stärkeklassen reichte die Spannweite von 55 bis 70 €/Fm frei Waldstraße.
Der Industrieholzpreis konnte trotz des Schadereignisses in allen Regionen Bayerns auf dem sehr hohen Niveau des ersten Quartals 2015 gehalten werden. Die langfristigen Verträge einiger Forstbetriebe über größere Menge zeichnen sich für die Anbieter als vorteilhaft aus. Für Fichtenschleifholz (IS N) lag der Auszahlungspreis weiterhin zwischen 38,50 und 39,00 €/Rm frei Waldstraße. Für schlechtere Qualitäten (IS FK) waren 22,50 bis knapp 25,00 €/Rm frei Wald anzulegen.
HMI

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