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Holzmarkt in Bayern

Im ersten Vierteljahr 2015 war die Holzbereitstellung und Holzabfuhr in vielen Regionen Bayerns witterungsbedingt behindert. Dennoch war die Versorgung der Sägewerke in diesen Monaten in der Regel gewährleistet. Dies lag zum Einen an gezielten Produktionsrücknahmen der Sägeindustrie, zum Anderen aber auch an der jahreszeitlich gedämpften Nachfrage, so die Einschätzung der bayerischen Waldbesitzer (Bayerischer Waldbesitzerverband e.V., Bayerische Staatsforsten AöR, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).
Das Leitsortiment Fichte SL BC 2b erzielt aktuell Preise zwischen 97 und 106 €/Fm frei Wald. Langholz der Güteklasse B erlöst etwa 1 bis 2 €/Fm mehr. Tannenstammholz wird von manchen Sägern (wie auch im Quartal zuvor) zu den gleichen Konditionen wie Fichtenstammholz gekauft, ansonsten wurden es mit Abschlägen von bis zu 10 €/Fm bedacht. Kiefernstammholz SL BC 2b wurde zu Preisen zwischen 76 und 84 €/Fm frei Waldstraße vermarktet. D-Holz erzielte über alle Stärkeklassen hinweg etwa 70 €/Fm.
Beim Laubstammholz gab es im Vergleich zum vierten Quartal 2014 nur wenige Änderungen. Für Buche L B 4 wurden Preise zwischen 92 und knapp über 100 €/Fm angelegt. Das Leitsortiment Eiche L B 4 erzielt zwischen 250 und 350 €/Fm.
Bei Industrieholz setzte sich der leichte Aufwärtstrend aus dem Vorquartal auch im ersten Vierteljahr 2015 fort. Somit wurden die verhandelten Preise zwischen 38 und 39 €/Rm frei Waldstraße für Nadelindustrieholz der Güte N fortgeschrieben. Schlechtere Qualitäten (FK) erzielten 22,50 bis 24,50 €/Rm. Für Buchenindustrieholz wurden zwischen 46,50 und 49 €/Fm vereinbart.
Die Preise für Energieholz blieben unter Druck. Für Waldhackschnitzel wurden durchschnittlich 84 € bis 87 €/t atro angelegt.
HMI

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