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Holzmarkt in Bayern

Die Bayerische Forstverwaltung hat den Holzmarktbericht zum 4. Quartal 2014 in Bayern vorgelegt. Demnach war die Geschäftslage der Nadelholzsägewerke in den letzten Monaten nicht zufriedenstellend. Viele Sägewerke reagierten auf die schwächelnde Nachfrage, indem sie ihren Einschnitt zurücknahmen. Als Folge entwickelte sich vor allem der Absatz von Seitenware und Sägenebenprodukten positiv. Die Erlöse für Nadelschnittholz – außer Listenbauholz – hingegen gaben wie auch im 3. Quartal leicht nach. Der für regional agierende Säger wichtige Preis für Listenbauholz zeigte im 4. Quartal eine stabile Tendenz.
Bei den Laubholzsägern ist die Situation entspannter und die allgemeine Geschäftslage als positiv einzuordnen. Einige Werke haben zur Mitte des 4. Quartals ihren Einschnitt ausgeweitet.
Die einzeln angefallenen Käferholzmengen wurden zu Beginn des 4. Quartals weitestgehend aufgearbeitet und konnten auf laufende Verträge geliefert werden. Marginal aufgetretene Windwurfschäden Ende Oktober und Anfang November 2014 konnten ebenfalls aufgearbeitet und problemlos vermarktet werden.
Der von einigen Sägewerken ausgelobte Frühlieferbonus für Buchenrundholz sorgte teilweise für vorgezogene Hiebsaktivitäten. Zu Beginn des 4. Quartals wurde mit dem regulären Laubholzeinschlag für diese Saison, sowie mit dem Einschlag der Werthölzer für die Laub- und Nadelholzsubmissionen begonnen. Nur vereinzelt sorgten in manchen Regionen durchnässte Böden für leichte Verzögerungen bei der Laubholzbereitstellung.
Nadelrundholz. Die Nachfrage nach frischem Nadelrundholz war trotz der Rücknahme des Einschnittes einzelner Sägewerke ungebrochen, da bei vielen Sägern eine unzureichende Bevorratung für den Winter vorherrscht. Die von den Sägern geforderten Preissenkungen konnten bislang nicht durchgesetzt werden, weil in vielen Regionen das Rundholzangebot zu niedrig war bzw. ist. Dies lag zum einen daran, dass größere Kalamitäten ausblieben und im Privatwald der Einschlag im Nadelholz bisher sehr verhalten lief. Der Preis für frisches Fichtenstammholz für das Leitsortiment SL BC 2b pendelte sich zwischen 98 bis 105 €/Fm frei Waldstraße ein. Für Langholz B 2b wurde im Schnitt 1 bis 2 €/Fm mehr ausbezahlt. Der Stärkeklassenabschlag betrug zwischen 5 und 10 €/Fm. Tannenstammholz konnte teilweise für die gleichen Konditionen wie Fichtenstammholz vermarktet werden, ansonsten lag der Abschlag bei bis zu 10 €/Fm. Kiefernstammholz SL BC 2b konnte zu Preisen zwischen 78 und 84 €/Fm frei Waldstraße verkauft werden. Für D-Holz wurde über alle Stärkeklassen ein Preis zwischen 68 und 75 €/Fm frei Waldstraße erzielt.
 
Laubstammholz. Bereits zum Ende des 3. Quartals wurden einige Verträge mit Laubholzsägern abgeschlossen, bei denen moderate Preissteigerungen von 2 bis 4 % vereinbart wurden. Für Buchenstammholz in der Güteklasse B (L4 bis L6) ergaben sich somit Preise zwischen 90 und 105 €/Fm frei Wald. C-Qualitäten in den gleichen Stärkeklassen wurde zwischen 67 und 70 €/Fm frei Waldstraße verkauft. Die Eichenstammholzpreise für L B 4a lagen zwischen 250 und 350 €/Fm und für C-Ware L 4+ bei 125 bis 150 €/Fm frei Waldstraße.
Industrieholz. Für Nadelindustrieholz hat sich die Marktlage im Vergleich zum 3. Quartal wieder stabilisiert und ist auf einem relativ guten Niveau. Die forstwirtschaftlichen Vereinigungen Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben und Mittlefranken schlossen einen bis Oktober 2015 laufenden Vertrag über 160 000 Rm Schleifholz (IS N) für 38 bis 38,50 €/Rm (Auszahlungspreis ab Waldstraße für die Waldbesitzer) ab. Schlechtere Qualitäten (IS FK) erzielten Preise zwischen 23 und 24,50 €/Rm frei Waldstraße. Bei aktuellen Vertragsabschlüssen in der Laubindustrieholzvermarktung mussten teilweise geringe Preisrückgänge hingenommen werden.
 
Energieholz. Die Energieholzpreise haben jahreszeitlich bedingt wieder etwas zugelegt, sind aber verglichen mit den letzten Jahren auf einem etwas niedrigeren Niveau.
StMELF Bayern

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