ABO

Holzmarkt in Bayern

Die Waldbesitzer Bayerns konnten die bis in das zweite Quartal laufenden Verträge mit der Sägeindustrie über die Lieferung von Nadelstammholz in der Regel zu den vereinbarten Preisen einhalten. Daher war im Vergleich zu den Vormonaten nur ein geringer Preisunterschied festzustellen, so die Einschätzung der bayerischen Waldbesitzer (Bayerischer Waldbesitzerverband, Bayerische Staatsforsten AöR, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten). Zur Mitte des zweiten Quartals ist der Holzeinschlag im bäuerlichen Privatwald allerdings weitgehend zum Erliegen gekommen. Der Preis für frisches Fichtenstammholz SL BC 2b pendelte sich zwischen 97 und 102 €/Fm frei Waldstraße (vereinzelt auch bis 106 €/Fm) ein.
Entgegen häufiger Erwartungen ist Käferholz bislang nur in geringen Mengen angefallen und konnte problemlos vermarktet werden. Der Abschlag für Käferholz betrug je nach Stärkeklasse zwischen 10 und 12 €/Fm. Der Stärkeklassenabschlag lag zwischen 5 und 10 €/Fm. Fichtenabschnitte in D-Qualität erlösten längenabhängig über alle Klassen zwischen 65 und 75 €/Fm.
Tannenstammholz SL BC 2b wurde zu Preisen von 85 bis 95 €/Fm vermarktet, teilweise waren aber auch mit 92 bis 102 €/Fm frei Waldstraße ähnliche Konditionen wie bei Fichtenstammholz zu erzielen. Kiefernstammholz SL BC 2b wurde mit 76 bis 84 €/Fm bewertet.
Für die neuanstehenden Vertragsverhandlungen streben die bayerischen Waldbesitzer Preiskonstanz bzw. leichte Preisanhebungen an.
Das im ersten Quartal vorherrschende Überangebot an Schleifholz hat sich weitgehend relativiert. Auch die großen Mengen an Kalamitätsholz im südlichen Österreich, Slowenien und Tschechien hatten anscheinend kaum einen Einfluss auf bayerische Papierwerke. Somit waren Preise von 36,50 bis 40 €/Rm frei Waldstraße zu erzielen.
Holzmarktinfo

Auch interessant

von