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Holzmarkt in Bayern

Auch im 3. Quartal 2013 bestand in Bayern eine konstant hohe Nachfrage nach Nadelstammholz. Um fehlende Mengen an Fichte zu kompensieren, erfreute sich vor allem Kiefer eines verstärkten Interesses, so die Einschätzung der bayerischen Waldbesitzer (Bayerischer Waldbesitzerverband e.V., Bayerische Staatsforsten AöR, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).
In Preisverhandlungen wurden in der Regel leichte Preissteigerungen sowohl bei Fichte als auch bei Kiefer vereinbart. Die Vertragslaufzeiten unterscheiden sich aber mittlerweile erheblich. Sie reichen von quartalsweisen Abschlüssen über Kontrakte bis Ende März 2014 bis hin zu Jahresverträgen. Das im 2. Quartal 2013 verhandelte Preisniveau für Fichte SL BC 2b lag bei 95 bis 104 €/Fm frei Wald, in Ausnahmefällen auch bis 107 €. Für Langholz B 2b konnten üblicherweise 1 bis 2 €/Fm mehr erzielt werden. C-Qualitäten wurden mit einem Abschlag von durchschnittlich 10 €/Fm auf Güteklasse B veranschlagt. Die Stärkeklassenabstufungen lagen zwischen 5 und 10 €/Fm.
Durch die Gewitterstürme, welche Anfang August über Schwaben, Mittelfranken und Oberbayern auftraten, stand außerplanmäßig eine Sturmholzmenge von rund 200.000 Fm zusätzlich zur Verfügung. Die Vermarktung dieser Holzmenge konnte problemlos über bestehende Verträge abgewickelt werden. Käferhölzer, welche während des Quartalverlaufs zunehmend auftraten, wurden meist zügig aufgearbeitet, verkauft und abgefahren. Frisches Käferholz wurde häufig zu den gleichen Konditionen wie Frischholz verkauft. Bereits verfärbte Hölzer wurden in der Regel mit einem Preisabschlag von 15 % bis 25 % gehandelt.
Kiefernstammholz SL BC 2b erzielte Preise zwischen 70 und 84 €/Fm frei Wald. Reine C-Holzsortimente lagen durchschnittlich 10 €/Fm unterhalb des Preisniveaus für SL BC. Bei Fichten-/Kiefern-Palettenholz waren Preissteigerungen aufgrund von reger Nachfrage auf 62 bis 64 €/Fm frei Wald möglich.
Für die kommende Laubholzsaison wurden gegen Ende des 3. Quartals erste Gespräche zu Lieferverträgen geführt. Es zeichnen sich stabile Rahmenbedingungen für die Vermarktung von Eichen- und Buchenstammholz ab. Die Nachfrage nach Buchenstammholz ist befriedigend, die Nachfrage nach Eiche übersteigt das Angebot. Bei Buche werden die Preise für B-Hölzer voraussichtlich gleich bleiben, für C-Hölzer sind leichte Preissteigerungen absehbar. Bei Eiche werden die Preise für B-Hölzer moderat und für C-Hölzer deutlich steigen. Preispotenzial besteht auch im Exportbereich. Das Einkaufsinteresse an Esche ist nach wie vor hoch.
Industrieholz war im 3. Quartal problemlos zu vermarkten. Sowohl die Holzwerkstoffindustrie als auch die Papierholz verarbeitende Industrie zeigten großes Interesse. Für Papierholz (IS N) wurden die in Rahmenverträgen mit dem Privat- und Körperschaftswald vereinbarten 33 bis 35 €/Rm frei Wald zuzüglich Prämien in Abhängigkeit der Lieferzone bezahlt. Sortimente für die Holzwerkstoffindustrie in Deutschland erzielten in der Regel Preise zwischen 85 und 110 €/t atro frei Werk.
Holzmarktinfo

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